Bezirk Schwaz

Einstimmige Beschlüsse: Neuer Mayrhofener Ortschef verteidigt Mandatare

Im Gemeinderat Mayrhofen wird viel diskutiert, um dann meist einstimmige Beschlüsse zu fassen.
© Dähling

Mayrhofen – Souverän, gut vorbereitet, konsensorientiert: Dem neuen Bürgermeister von Mayrhofen, Hans Jörg Moigg, gelingen mit dieser Strategie fast durchwegs einstimmige Beschlüsse, was angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat nicht selbstverständlich ist. So stellte sich der Hotelier und Touristiker in der Causa Geburtstagsfeier für Peter Habeler hinter den Gemeinderat samt Opposition von VBM Monika Wechselberger. Wie berichtet, gab es in dem Gremium eine Diskussion über eine von Wechselbergers Liste angeregte Kostendeckelung für den Zuschuss von Gemeindegeldern für die Feier.

Der Tourismusverband, der das Fest ausrichtet, hatte danach in einer Presseaussendung scharf gegen den Gemeinderat gewettert. „Der Gemeinderat darf so etwas diskutieren, wir sind ein Meinungsfindungsgremium. Dass der TVB so auf uns herumreitet, ist nicht okay. Das habe ich dem TVB auch mündlich mitgeteilt“, erklärte BM Hans Jörg Moigg in der jüngsten Gemeinderatssitzung und dürfte damit nicht nur VBM Wechselberger positiv überrascht haben. Sie pflichtete Moigg bei und ergänzte, dass die TVB-Führungsriege zudem nicht bei der Gemeinderatssitzung gewesen sei und sich daher kein eigenes Bild gemacht habe.

Damit, so Moigg, möchte er das Thema abschließen. Gemeindevorstand Burgi Huber informierte, dass sie im Zuge der Medienberichterstattung über Habelers 80. Geburtstag erfahren habe, dass Reinhold Messner ein Museum in Innsbruck bauen wolle. „Das kann nicht sein. Jetzt kommt erst mal das Peter-Habeler-Museum dran“, meinte sie.

Wie berichtet, plant die Marktgemeinde schon seit Jahren, im alten Schulhaus neben dem Gemeindeamt dieses Museum zu realisieren. Das habe man unlängst bei LR Anton Mattle deponiert.

Diskutiert wurde im Gemeinderat auch über die neuen Friedhofsgebühren. Ins Auge stieß dabei die Erhöhung der Grabpflegekosten durch die Gemeinde von 220 Euro jährlich auf 600 Euro. Ausschussobmann Stefan Hauser erläuterte, dass die Kosten für eine vierteljährliche Neubepflanzung eines Grabes viel höher als 220 € und nicht kostendeckend gewesen seien. Die Grabpflege sei keine Gebühr, sondern ein Service, waren sich die Mandatare einig. Und dieser sei eigentlich nicht Aufgabe der Gemeinde, sondern der Familie, die einen Gärtner beauftragen könne. (ad)

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Angela Dähling

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