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Zukunftsmanager Pero Mićić: „Mensch sein kann keine Maschine“

Menschen sollten mit Robotern an einem Strang ziehen – und die Maschinen weniger als Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt sehen, sondern als Werkzeug für höhere Produktivität und Qualität, meint Pero Mićić.
© iStock/Andrey Popov

Künstliche Intelligenz und Robotik werden schon bald alles besser können, was Menschen heute geistig und körperlich leisten, sagt Zukunftsmanager Pero Mićić. Trotzdem wird den Menschen die Arbeit nicht ausgehen.

Taxi fahren, Pakete ausliefern, Herz-OPs – all das könnten bald Roboter übernehmen. Wie realistisch sind die Sorgen vieler Menschen, dass Künstliche Intelligenz (KI) unsere Arbeitsplätze gefährdet?

Pero Mićić: Vor 40 Jahren sagten Zukunftsforscher voraus, dass wir nur noch 20 Stunden pro Woche arbeiten werden. Das ist so nicht gekommen. Allerdings, was die Zukunftsforscher damals als Arbeit verstanden haben, wird heute zu einem guten Teil von Computern und Maschinen erledigt. Insofern lagen sie gar nicht so falsch. Was sie übersehen haben, ist, dass wir neue Berufe entwickeln werden. Niemand hatte damals an den Beruf der Webdesignerin gedacht oder an den Drohnendisponenten. Wir müssen uns also darauf einstellen, dass KI Jobs und Aufgaben übernehmen wird, die bisher von Menschen erledigt werden. Wir können aber gleichzeitig davon ausgehen, dass neue Aufgaben und Arbeitsplätze entstehen.

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