Klimaerwärmung

Rekordhitze hat auch weite Teile Chinas im Griff

In Hong Kong suchten viele Menschen Abkühlung im Wasser.
© YAN ZHAO

Für dutzende Millionen Menschen gilt Hitzealarm. In den Provinzen Zhejiang und Fujian im Osten des Landes waren die Temperaturen schon am Wochenende auf über 41 Grad geklettert, in zwei Städten wurden Allzeit-Rekordwerte gebrochen.

Peking – Eine Hitzewelle mit außergewöhnlich hohen Temperaturen hat derzeit weite Teile Chinas im Griff. Für Montag riefen mehrere chinesische Städte vor allem im Südosten und Nordwesten des Landes Hitzealarm aus. Dutzende Millionen Menschen waren aufgefordert, in Innenräumen zu bleiben. Die Temperaturen von teilweise über 40 Grad lassen den Stromverbrauch nach oben schnellen, Auswirkungen auf die Ernteerträge werden befürchtet.

In den Provinzen Zhejiang und Fujian im Osten des Landes waren die Temperaturen schon am Wochenende auf über 41 Grad geklettert, in zwei Städten wurden Allzeit-Rekordwerte gebrochen. Menschen in Gebieten, für die Hitzealarm ausgerufen worden war, hatte der Nationale Wetterdienst am Wochenende aufgefordert, alle „Aktivitäten im Freien zu unterbinden" und „besonders auf die Brandprävention zu achten".

Am Samstag war dem traditionellen chinesischen Kalender zufolge der „Tag der großen Hitze", der seit langem den heißesten Zeitraum des Jahres markiert. In diesem Jahr liegen die Temperaturen aber deutlich über den langjährigen Normalwerten. In Shanghai etwa war vor wenigen Tagen mit 40,9 Grad die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1873 gemessen worden.

Stromversorgung durch Klimaanlagen belastet

Die hohen Temperaturen und der entsprechend gestiegene Verbrauch für Klimaanlagen belasten die Stromversorgung in China. Mitte Juli produzierten die größten Kraftwerke des Landes laut dem Energie-Fachmedium Sxcoal so viel Energie wie nie zuvor. Manche Lokalverwaltungen haben inzwischen die Straßenbeleuchtung abgeschaltet und die Strompreise für Unternehmen erhöht.

Die hohen Temperaturen haben die Regionen am Unterlauf des Jangtse-Flusses besonders hart getroffen und würden sich auch „negativ auf die lokalen Ernten auswirken", warnte Fu Jiaolan, Chefmeteorologe des Nationalen Wetterdiensts.

Der Klimawandel macht extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen und Dürreperioden nach Ansicht von Wissenschaftern wahrscheinlicher. Ihre Anzahl wird demnach mit steigender globaler Durchschnittstemperatur weiter zunehmen. (APA/AFP)