Genuss

In memoriam Maria Drewes: Fünf Klassiker aus der „Tiroler Küche"

© Fotowerk Aichner

Von den Tiroler Bäuerinnen ließ sich Maria Drewes die traditionellen Rezepte zeigen. Daraus machte sie die „Tiroler Küche" – und damit auch manches „Armeleuteessen“ salonfähig. Erinnerungen an die wohl bekannteste Kochbuchautorin Tirols:

Innsbruck – Maria Drewes kennen in Tirol wohl die meisten als Kochbuchautorin. Und das aus gutem Grund: Die Gesamtauflage ihrer Kochbücher liegt bei mehr als 300.000 Stück. Allein von ihrer „Tiroler Küche" wurden bisher rund 90.000 Stück verkauft. Am 11. Juli verstarb die Ampasserin im Alter von 88 Jahren. Sie hinterlässt ein beeindruckendes Lebenswerk.

„Maria Drewes bedeutet für die Tiroler Küche, was die Brüder Grimm für die deutschen Sagen und Märchen darstellen: Sie hat sie nicht erfunden, sondern zunächst einmal einfach gesammelt." Das schreibt Tyrolia-Verlagsleiter Gottfried Kompatscher in der der aktuell 16. Auflage der „Tiroler Küche". Aber noch viel mehr habe sie das Gesammelte lebendig erhalten, verständlich und nachvollziehbar gemacht.

Maria Drewes und ihre „Tiroler Küche": Sogar kleine fremdsprachige Ausgaben gibt es davon.
© Thomas Böhm

1973 erschien im Tyrolia Verlag die erste Ausgabe des Kochbuchs – der Beginn einer echten Erfolgsgeschichte. Während ihrer Arbeit mit den Bäuerinnen sammelte Maria Drewes die traditionellen Rezepte, kochte sie selber nach und brachte sie schließlich in Buchform. Es zeigte erstmals die große Vielfalt der heimischen Küche auf und machte so manches „Armeleuteessen“, wie etwa das Gröstl, salonfähig.

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