Inflation

Kampf gegen Teuerung: Land bessert bei Zuschüssen nach

Mit einem weiteren Anti-Teuerungspaket möchte die Landesregierung die steigenden Energie- und Wohnungskosten abfedern.

Innsbruck – Die Grünen haben in den vergangenen Tagen in der schwarz-grünen Koalition massiv auf Nachbesserungen beim ersten Anti-Teuerungspaket gedrängt. Schließlich macht nicht nur die Opposition vor den Landtagswahlen Druck. Auch der Sozialpolitische Arbeitskreis (SPAK) wandte sich mit einem Appell an die Landesregierung. Am Dienstag hat die Regierung jetzt eine Ausweitung des Bezieherkreise beim Heiz- und Energiekostenzuschuss beschlossen, um künftig den Mittelstand ebenfalls zu entlasten. Teuerungseffekte bei Pellets, Öl, Gas und Co. sollen damit abgefedert werden.

LH Günther Platter (VP), Wirtschaftslandesrat Toni Mattle (VP) als Vorsitzender der Anti-Teuerungskommission sowie die grüne Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe und Sozial-LR Gabriele Fischer (Grüne) haben die Nachschärfungen ausgearbeitet. So wird die Einkommensgrenze für alleinstehende Personen für den Heizkostenzuschuss von 1000 auf 1600 Euro und für den Energiebonus von 1300 auf 1900 Euro erhöht. Fünf Millionen Euro nimmt das Land dafür in die Hand.

Zur Sicherung des Wohnbedarfs (Wohnkosten) passt die Regierung die Wohnkostenverordnung je nach Voraussetzung um acht bis 15 Prozent an. Die Mehrkosten werden mit 2,7 Millionen Euro beziffert.

Vollste Unterstützung für die Forderung des Sozialpolitischen Arbeitskreises nach einer Anpassung der Wohnkostenverordnung der Mindestsicherung kommt auch von Tirols ÖGB-Vorsitzendem Philip Wohlgemuth. Zugleich schlägt Wohlgemuth vor, allen Haushalten mit Hauptwohnsitz einen Grundbedarf von Strom und Gas preislich abzusichern. Der Höchstpreis für Gas und Strom solle sich an den Durchschnittspreisen von Anfang des Jahres 2022 orientieren. „Dabei wird für alle der gleiche Maßstab für den Grundverbrauch angelegt, anstatt – wie bei anderen Modellen – vom bisherigen Verbrauch des Haushalts auszugehen.“ (pn)