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Not macht erfinderisch: Statt Bahn fährt ein Bus auf den Berg

Die Not hat Nesselwängles Touristiker erfinderisch gemacht.

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Die Krinnenalpbahn steht still.
© Nikolussi

Nesselwängle – Die unendliche Geschichte um den Krinnenalplift im Ort Nesselwängle im Tannheimer Tal ist um eine weitere Facette reicher. Statt mit der Sesselbahn in die Höhe zu schweben, müssen sich die Touristen nun mit einem Platz im Kleinbus zufriedengeben. Das ist die einzige Möglichkeit für weniger „gehstarke“ Gäste, das schöne Wandergebiet rund um die Krinnenspitze zu erreichen. Denn seit Ende der Wintersaison und nach einem Streit zwischen Geschäftsführer und Betriebsleiter stehen die Räder der Aufstiegshilfe still – zum Leidwesen aller, die im Tal aus dem Tourismus Nutzen ziehen. Auf der Homepage der Liftgesellschaft heißt es lapidar: „Wir suchen noch immer Lösungen für die Besetzung eines technischen Betriebsleiters bzw. Stellvertreters, damit wir die Bahn in Betrieb nehmen dürfen.“

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Diese vagen Versprechungen sind den Verantwortlichen im Ort zu wenig. Stefanie Lumpert, Gemeindevorstand und Tourismusausschussobfrau: „Wir mussten handeln. Ein Doppelsessellift, der in der Hauptsaison steht, ist für das ganze Tal eine Zumutung. Daher haben wir uns in Zusammenarbeit mit der Bringungsgemeinschaft entschlossen, ein Almtaxi einzurichten. Der Kleinbus wird am Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag bis etwa Mitte September von 10 bis 16 Uhr Interessierte für sieben Euro zur Bergstation der Doppelsesselbahn bringen. Kinder bis 10 Jahre fahren gratis. Auf Grund des begrenzten Platzangebotes kann es zu Wartezeiten kommen.“ Das Almtaxi dürfte auch für die Betriebe auf der Höhe – die Krinnen-, die Eden- und die Ödenalpe – ein Lichtblick sein, klagten die doch über einen deutlichen Einbruch bei den Besucherzahlen und dachten schon ans Aufgeben. (hni)

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