Cyberangriffe auf Unternehmen heizen die Preise an
Cambridge – Die Kosten für Datenschutzverletzungen sind auf einen neuen Höchststand gestiegen. Den Preis für die Probleme durch Cyberangriffe und Co. zahlen laut einer aktuellen Studie von IBM Security auch die Konsumenten.
In ihrer jährlichen Befragung zum Thema zeigte sich, dass Datenschutzverletzungen immer folgenschwerer und kostspieliger werden – und die befragten Unternehmen im Schnitt 4,35 Mio. Dollar (4,28 Mio. Euro) kosteten. In den vergangenen zwei Jahren sind die Kosten um fast 13 Prozent angestiegen. Die Vorfälle könnten laut IBM Security auf zu steigende Kosten für Waren und Dienstleistungen beitragen. „Tatsächlich hoben 60 Prozent der untersuchten Unternehmen ihre Preise für Produkte und Services aufgrund der Datenschutzverletzung an“, heißt es in einer Mitteilung – und das in einer Zeit, als die Herstellungskosten wegen Inflation und Lieferkettenproblemen bereits in die Höhe schnellten.
Die starke Zunahme von Cyberattacken zeige auch, welche tief greifenden Auswirkungen Datenschutzverletzungen für Unternehmen hätten. Vier von fünf befragten Firmen haben in ihrer Unternehmensgeschichte bereits einmal eine Datenschutzverletzung erlebt.
Die Studie „Cost of a Data Breach“ (Kosten einer Datenschutzverletzung) basiert auf einer Analyse von realen Vorfällen bei 550 Unternehmen weltweit zwischen März 2021 und März 2022.
Interessantes Detail: Wer mit Ransomware gehackt wurde und Lösegeld für seine Daten zahlte, hatte am Ende (ohne Berücksichtigung des Lösegeldes) kaum geringere Kosten als jene Firmen, die sich weigerten. Sicherheitslücken ortet der Bericht in Clouds. KI und Automatisierung brächten bei Security hohe Kosteneinsparungen. (wer)