Tirol

WWF macht Druck bei der Inn-Fließstrecke

Der Inn bei Innsbruck-Kranebitten. Der WWF fordert von der Landesregierung die Umsetzung der angekündigten Fließstrecken-Erweiterung.
© Böhm

Innsbruck – Der Inn weist mit 80,6 Kilometern die längste freie Fließstrecke aller heimischen Flüsse auf. Im Februar kündigte die Tiroler Landesregierung die Erweiterung um 22 Kilometer an. Die Umsetzung lasse jedoch auf sich warten, kritisiert Christoph Walder, Leiter des Bereichs Naturschutz beim WWF Österreich. Die Spitzen der Regierungsparteien müssten ihr Versprechen jetzt einlösen, denn „es kann nicht sein, dass ein so wichtiges Naturschutzprojekt kurz vor der Landtagswahl still und leise schubladisiert wird“.

Walder verweist auf den vom WWF bereits 2013 beim Umweltministerium eingereichten umfassenden Gewässerschutzplan: „Wenn die Landesregierung die Beschlussfassung einer Tiroler Lösung weiter verschleppt, ist der Weg über eine Verordnung des Bundes offenbar die einzige und bessere Option.“

Gebi Mair, Klubobmann der Grünen im Landtag, nimmt den Ball auf. Er verstehe nicht, warum die Verordnung zur freien Fließstrecke auf sich warten lässt: „Was paktiert ist, sollte auch beschlossen werden.“ (TT)