Bezirk Imst

Imster Themenweg soll Weltidee des SOS-Kinderdorfs vermitteln

Der weltumspannenden Idee von SOS-Kinderdorf ist in Imst ein Themenweg gewidmet. Nun wird ein „klares Konzept“ erarbeitet.
© Paschinger

Die Stadt Imst wird eng mit dem ersten SOS-Kinderdorf der Welt verbunden. Nun muss der seit 2014 bestehende Themenweg teils renoviert und mit neuen Stationen sowie einem Konzept versehen werden.

Imst – Mit viel Herzblut wurde im Oktober 2014 der „Ubuntu SOS-Kinderdorfweg“, initiiert von Gabriela Schatz, ins Leben gerufen. Gleich zu Beginn waren es elf vor allem künstlerisch und von Kindern gestaltete Stationen, an denen man entlangspazieren konnte. Mittlerweile wurde der Weg um einige Kunstwerke erweitert. „Ein klares Konzept ist aber nicht erkennbar, künstlerische Elemente überwiegen und die meisten Stationen sind zudem stark renovierungsbedürftig“, heißt es seitens des Vereins Regio und des TVB Imst, die sich nun des Themenweges annehmen. Ab 1. August läuft bis Ende März ein EU-gefördertes Leader-Projekt, das sowohl die Erarbeitung eines Konzeptes als auch die Umsetzung umfasst.

Der aktuelle „Themenweg“ besitze „kein einheitliches Sujet“, heißt es zur Ausgangslage. Außerdem: „Diesen Weg aktuell mit der Idee von Hermann Gmeiner in Verbindung zu setzen, erfordert tatsächlich sehr viel Fantasie. Spielerische Elemente fehlen gänzlich, weshalb für Kinder (um die ging es Hermann Gmeiner im Speziellen) und damit auch für die Eltern keine Motivation zum Besuch und Verweilen am Weg besteht.“

Im Mittelpunkt des Themenweges steht die Geschichte und Idee zum 1949 gegründeten und 1951 eröffneten SOS-Kinderdorf. „Die Bekanntheit von Hermann Gmeiner und das Wissen um die Gründung des 1. SOS-Kinderdorfes in Imst veranlasst viele Interessenten und Spender, an die Gründungsstätte zu kommen“, heißt es seitens des Imst Tourismus als Projektträger. Da aber am Areal des Kinderdorfes keine Besuche gestattet sind, soll der neue SOS-Kinderdorf-Themenweg Antworten geben: mit der richtigen „Menge an Information rund um die Idee und die Entwicklung von Hermann Gmeiner gepaart mit spielerischen Elementen an zahlreichen Stationen. Der Besuch soll ein Erlebnis für die ganze Familie werden und den Enthusiasmus von Hermann Gmeiner 70 Jahre später spürbar machen.“

Wichtig sei der kostenlose Zutritt zum Themenweg. „Es darf keine Frage der finanziellen Mittel sein, ob eine Familie den Geist des Gründers erfahren kann.“ Eine auffällig gestaltete Spendenbox für die SOS-Kinderdörfer sei aber vorstellbar. (TT, pascal)

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