Nach Aufstand wegen App-Änderung: Instagram macht Rückzieher
Die Fotoplattform will die Vollbildfotos und -videos im Newsfeed sowie die „empfohlenen Inhalte“ – sie erinnern stark an die App TikTok – in den kommenden ein bis zwei Wochen wieder zurückfahren.
Menlo Park – Wer hätte das gedacht: Die Fotoplattform Instagram hat sich die massive Kritik von Nutzern und prominenten Influencerinnen zu Herzen genommen und tatsächlich angekündigt, die umstrittenen Änderungen in der App teils zurückzunehmen. In den kommenden ein bis zwei Wochen sollen die Vollbildfotos und -videos im Newsfeed – sie erinnern stark an die App TikTok – langsam wieder verschwinden, die Anzahl der „empfohlenen Inhalte“ soll reduziert und der Algorithmus verbessert werden.
„Ich bin froh, dass wir das Risiko eingegangen sind. Aber wenn wir nicht hin und wieder scheitern, denken wir nicht weit genug oder mutig genug“, sagte Instagram-Chef Adam Mosseri nun in einem Interview mit der Plattform The Verge. Man müsse definitiv einen Schritt zurück machen und wolle dann mit neuen Ideen zurückkehren.
Wie berichtet, hatte die Facebook-Tochter kürzlich ein neues Update für einen Teil der Nutzer ausgerollt und damit unter anderem den Zorn der zwei prominenten Influencerinnen Kylie Jenner und Kim Kardashian auf sich gezogen. Sie machten ihrem Unmut in je einer Story Luft, in der sie auch auf eine Petition mit dem Namen „Make Instagram Instagram again“ verlinkten. Die beiden zählen zusammen fast 690 Millionen Follower auf der Plattform, weswegen ihre Kritik bei der Unternehmensleitung wohl auf offene Ohren stieß. (TT.com/reh)