Tirol

TSD: Opposition übt harsche Kritik an Fischer

Seit ihrer Gründung Ende 2014 kommen die Tiroler Soziale Dienste nicht aus den Schlagzeilen heraus.
© De Moor

Innsbruck – Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs, dass die Betriebsräte im Aufsichtsrat der Flüchtlingsgesellschaft TSD vertreten sein müssen, übt die Landtags-Opposition harsche Kritik am ausgelagerten Landesunternehmen. „Das Urteil ist ein Sieg für die Demokratie, ein Sieg für die Betriebsräte der TSD und es unterstreicht klar, dass die schwarz-grüne Landesregierung mit ihrem offensiven Kurs gegenüber den Betriebsräten einen Fehler gemacht hat“, betont Markus Sint von der Liste Fritz.

Die zuständige Landesrätin Gabriele Fischer (Grüne) müsse jetzt alle Karten auf den Tisch legen und endlich das Chaos in der Flüchtlingsgesellschaft beenden, betont Sint. „Wir als Liste Fritz verlangen volle Aufklärung darüber, ob die in den vergangenen Jahren gefassten Aufsichtsratsbeschlüsse überhaupt rechtsgültig sind. Der Aufsichtsrat ist offensichtlich falsch besetzt worden, weshalb diese Frage dringend zu klären ist.“

Für FPÖ-Chef Markus Abwerzger stehen die Verantwortlichen der Landesgesellschaft mehr vor Gericht, als dass sie im Büro sitzen. „Die Beschwerden über die Arbeitsbedingungen und die stümperhaften Arbeitsverträge für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter füllen Aktenschränke.“ Leider habe es Landesrätin Fischer nicht geschafft, die permanenten Missstände zu beseitigen. „Gerade jetzt wäre es aber mehr als wichtig, denn der nächste Flüchtlingsansturm ist bereits Realität.“

TSD-Geschäftsführerin Carolin Porcham erklärte wiederum in einer Mitteilung an die Mitarbeiter, dass seit sie die Geschäftsführung übernommen habe, sei viel im Sinne des Unternehmens und der Mitarbeiter erreicht worden. „Die Tiroler Sozialen Dienste haben sehr engagierte und kreative Betriebsräte, mit denen ich bereits bisher äußerst erfolgreich zusammengearbeitet habe.“ Deshalb freue sie sich darauf, mit den Betriebsräten auch im Aufsichtsrat zusammenzuarbeiten. (pn)