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Fiat 500: Kultmobil schaffte Wandel zum Elektro-Star

Fiat hat seine Ikone von Grund auf neu und elektrisch gedacht. Wir ließen uns vom Wandel über Wochen inspirieren.

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Herzensbrecher: Auch den neuen 500 mit LED-Lidstrich auf der Haube muss man einfach lieb haben.
© Fellner

Von Reinhard Fellner

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Patsch – Der Fiat 500 – in Italien liebevoll Cinquino genannt – ist schon ein Phänomen. So rangierte die Kleinwagen-Ikone im Jahr 2021 in Österreich erstmals auf Platz eins bei den verkauften Modellen. Selbst in Deutschland wuselt der 500 vorne mit in der Verkaufsstatistik und in Italien muss er nur Bruder Panda den Vortritt lassen. Dort ist die neue Version mit Elektroantrieb jedoch klar die Nummer eins unter den Stromern. Auch EU-weit zählt der 500 zu den absoluten Topsellern unter den Elektro-Modellen.

Grund genug für die TT, dem Verkaufserfolg auf den Grund zu gehen und einmal über Wochen allein elektrisch zu fahren. Als Testmobil schickte uns Fiat einen „Icon“ in auffälligem Rosé Gold mit 87-kW-(118 PS)-Motor und der größeren 42-kWh-Batterie. Die Italiener versprechen mit dieser Batteriekapazität 312 Kilometer Reichweite. Ein realistischer Wert, zählt der 500 doch zu den sparsamsten Stromern überhaupt.

So lassen wir uns lautlos und erwartungsvoll treiben. Und stellen fest, dass sich der Charakter des 500 in seiner dritten Generation wesentlich mehr verändert hat als die Optik. Nicht mehr niedlich, sondern edel gemacht ist der Kleine – und fährt wie ein Großer. Ist der nach außen dringende Opernklang nach dem Start erst verstummt, herrscht im Fahrzeug absolute Ruhe. Auch vom Fahrwerk her. So liegt der dritte 500 richtig satt auf der Straße, kein Hoppeln, kein Poltern. Auf der alten Brennerstraße bei Ellbögen stellte der Italiener zudem sein Kurventalent unter Beweis. Viele liebevolle Details im Innenraum betreiben dennoch Ahnenpflege.

Ansonsten: Techno! Im Bereich Multimedia ist der Fiat auf dem allerletzten Stand. Mann kann die Modernität und die konstruktive Dichte des Wagens regelrecht spüren. Auch die Qualität macht einen sehr guten Eindruck.

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Beim Fahren gehen 118 PS und 220 Newtonmeter dann schon ein wenig in Richtung Kanonenkugel. Je nach Fahrprogramm lässt sich der 500 aber auch wieder perfekt rekuperieren. Dies fördert zwar den Spieltrieb, macht aber Spaß.

Noch besser: Fiat hat seinem hochwertigen Kleinen schnelles Laden gleich miteingebaut. Über einen CCS-Schnelllader kann der 500 mit bis zu 85 kWh an der Ladesäule ziehen. Da dauert es dann nur eine gute halbe Stunde, bis man die Batterie wieder von 20 auf 80 Prozent hochgeladen hat. Bereits nach fünf Minuten ist Mobilität für 50 Kilometer nachgeladen. Nützt man so ein Auto nur im urbanen Raum und dessen Umland, so hat der Verbrennungsmotor somit eigentlich seinen Meister gefunden. Solche Ladezeiten erscheinen einfach akzeptabel, mit jedem Tag sinkt die Reichweitenangst. Auch so kamen wir bei normaler Fahrweise aber auf Reichweiten von 275 Kilometern (im Sommer). Damit ist Cinquino sehr vielen seiner Konkurrenten um entscheidende Kilometer voraus.

Am Ende des Tests wollte man diese Art von Mobilität, das erwachsene Fahrgefühl auf 3,6 Meter und den ganz speziellen Stil des Autos gar nicht mehr missen. So macht Elektromobilität wirklich Sinn. Nach Förderungen (5400 €) stromert man mit einem 500 E ab 23.590 Euro los.


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