Gerichtssplitter

Prozess in Innsbruck: Mit Flasche gedroht und Retter attackiert

Ein Lokalgast drohte mit einer abgebrochenen Flasche.
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Nicht zum ersten Mal musste sich gestern ein im Oberland aufhältiger Iraner am Landesgericht einfinden. Alkoholisiert neigt der 31-Jährige zu teils massiven Aggressionsdelikten. So musste der Mann wegen eines Sexualdeliktes bereits Haft verbüßen. Andere Male, wie im April, bedrohte er Mitbürger. Damals war es erst in einem zu wüsten Drohen gekommen. An der frischen Luft hatte der 31-Jährige dann eine Bierflasche abgebrochen und damit Lokalgäste bedroht. Diese brachten den Betrunkenen darauf etwas unsanft zu Boden. Einer Frau, die den Überwältigten in die stabile Seitenlage bringen wollte, drohte er zum Dank ebenso mit dem Tod, wie er später Rettungsleute massiv attackierte. Sogar im Krankenhaus wurde festgehalten, dass der Eingelieferte den Betrieb massiv gestört hatte. Wohl zum letzten Mal erging eine Geldstrafe – 1500 Euro plus 200 Euro Prozesskosten. Ein Zeuge war zu faul zu kommen und kassierte 150 Euro Ordnungsstrafe.

Nachdem ein Tiroler nach dem NS-Verbotsgesetz schon ein Jahr bedingte Haft und 10.000 Euro Geldstrafe kassiert hatte, erging gestern zum Verstoß gegen das Waffengesetz keine Zusatzstrafe mehr. Eine alte, ausrangierte Pistole war im Haus gefunden worden, aber leider kein Waffenschein. (fell)

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