Tirol

Nach ÖVP-Absage an Sommerskilauf am Gletscher: Grüne für umfassenden Schutz

Die Gletscher gehen zurück, heuer leiden sie vor allem unter den Hitzeperioden.
© APA/Wendl

Innsbruck – Nach der Absage von Wirtschaftslandesrat und ÖVP-Chef Toni Mattle an den Sommerskilauf auf dem Hintertuxer Gletscher gehen die Grünen noch einen Schritt weiter. Für den Klubchef und Spitzenkandidaten für die Landtagswahl Gebi Mair gilt es jetzt, Nägel mit Köpfen für den Schutz der Eisriesen zu machen. „Mattle soll sagen, was ist: Führt das gestiegene Bewusstsein der Bevölkerung für die Natur auch zum Schutz der Gletscher vor weiterer industrieller Erschließung?“

Mair betont, dass Gletscherschutz ohne Rettung des Klimas nicht möglich ist. „Viele mutige Initiativen bei der Klimarettung sind bisher auf der Strecke geblieben. Die Volkspartei hat meist angedeutet mitzuziehen und dann doch blockiert, etwa wenn es um Photovoltaik über allen Großparkplätzen gegangen ist.“ Das habe Schwarz-Grün zwar beschlossen, aber seither hätte sich die ÖVP keinen Millimeter bewegt, kritisiert Mair.

Der grüne Tourismussprecher LA Georg Kaltschmid sieht das Aus des Ganzjahres-Skifahrens als weiteren Domino-stein, der umfällt. „Kalkkögel, Feldringer Böden, Ötztal-Pitztal, Resterhöhe, Bettenobergrenze: Die Liste der umgefallenen Dominosteine ist lang und wird immer länger. Um die Fragen, wie wir mit der Entwicklung in den Skigebieten weitermachen, kommt auch die ÖVP nicht rum.“ Kaltschmid fordert klare Skigebietsgrenzen. (pn)

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