Bundesliga

Unfassbar! WSG Tirol verspielt 2:0-Führung in der Nachspielzeit

Tim Prica sah schon wie der Mann des Spiels aus, doch dann schlugen die Klagenfurter doch noch zurück.
© GEPA pictures/ Daniel Schoenherr

In einer hektischen Schlussphase flog erst WSG-Verteidiger Felix Bacher nach einer Notbremse vom Platz, danach kassierten die Wattener gegen Austria Klagenfurt noch zwei Treffer in der 92. bzw. 97. Minute zum 2:2.

Innsbruck - Was für ein bitterer Sonntagnachmittag für die WSG Tirol! Die Wattener sahen in der 3. Runde der Fußball-Bundesliga nach einem frühen Doppelpack von Tim Prica (8., 12.) lange wie der Sieger aus. Doch nach einem Kraftakt in der Nachspielzeit sicherte sich Austria Klagenfurt den ersten Punkt in der laufenden Saison. Die Kärntner schafften dank einem Treffer von Jonas Arweiler (92.) und einem Foulelfmeter von Nicolas Wimmer (97.) noch ein 2:2 im Innsbrucker Tivoli.

📽️​ Video | WSG gegen Austria Klagenfurt endete 2:2

Die Effizienz vor dem Tor war so ziemlich das einzige, was WSG-Trainer Thomas Silberberger zuletzt bemängelt hatte. Vor allem Prica hatte einige Top-Chancen vergeben. Diesmal war der 20-jährige Schwede vor dem Tor eiskalt und schoss sich mit nun vier Treffern auf Platz zwei der Torschützenliste. Doch die über die gesamte Spielzeit dominierenden Gäste gaben nicht auf und wurden letztlich doch noch belohnt.

⚽️ Zum Spielverlauf: Die Anfangsminuten gehörten den Kärntnern, mit ihrer ersten Offensivaktion gingen aber die Tiroler in Führung. Prica traf nach Ogrinec-Lochpass von der Strafraumgrenze und durfte nach VAR-Überprüfung auch jubeln. Vier Minuten später war der Schwede nach Prelec-Vorarbeit und einem missglückten Abwehrversuch von Wimmer wieder zur Stelle und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Wieder wurde der Video-Assistent zu Rate gezogen, Schiedsrichter Christopher Jäger entschied neuerlich auf Tor.

Danach war aber wieder Klagenfurt am Drücker. Nach der Pause ging es in derselben Tonart weiter. Die Elf von Peter Pacult machte das Spiel und hatte bald nach Wiederbeginn auch die große Chance zum Anschlusstreffer, Pink kam aber nicht mehr an die Hereingabe von Christopher Wernitznig (49.).

⚽ Bundesliga, 3. Spieltag

SONNTAG

WSG Tirol - Austria Klagenfurt 2:2 (2:0)

  • Tore: 1:0 ( 8.) Prica, 2:0 (12.) Prica, 2:1 (92.) Arweiler, 2:2 (97.) Wimmer (Foulelfmeter)

SK Rapid Wien - SC Austria Lustenau 1:1 (1:0)

  • Tore: 1:0 (21.) Burgstaller, 1:1 (70.) Surdanovic

SCR Altach - Austria Wien 3:2 (0:1)

  • Tor: 0:1 (19.) Fischer, 0:2 (53.) Tabakovic, 1:2 (63.) Nuhiu, 2:2 (74.) Braunöder (Eigentor), 3:2 (94.) Nuhiu

SAMSTAG:

SV Ried - Sturm Graz 1:1 (0:1)

  • Tore: 0:1 (11.) Lang, 1:1 (77.) Monschein (Foul-Elfmeter)

WAC - LASK 1:5 (0:4)

  • Tore: 0:1 (1.) Ljubicic, 0:2 (8.) Goiginger, 0:3 (20.) Ljubicic, 0:4 (37.) Ljubicic, 0:5 (57.) Ljubicic, 1:5 (61.) Novak

Hartberg - Salzburg 0:2 (0:0)

  • Tore: 0:1 (50.) Fernando, 0:2 (60.) Capaldo

Nach gut einer Stunde verhinderte WSG-Torhüter Ferdinand Oswald mit zwei starken Paraden bei Schüssen von Simon Straudi (63.) und Rico Benatelli (69.) einen Gegentreffer. Im Finish drängte Klagenfurt. Christopher Cvetko scheiterte zweimal an Oswald (88., 91.), ehe dem eingewechselten Arweiler doch noch der Anschlusstreffer gelang. Und nach Foul von Cem Üstündag an Nikola Djovic verwertete Wimmer den Strafstoß zwar nicht souverän, aber doch.

WSG-Akteur Felix Bacher hatte in der 67. Minute Glück, dass er für ein Foulspiel nicht Gelb-Rot erhielt. In der 89. Minute musste er nach einer Notbremse aber mit Rot doch vorzeitig vom Feld.

Altach dreht Spiel gegen Wiener Austria, Rapid nur Remis

Die beiden Wiener Großclubs Rapid und Austria Wien haben in der 3. Runde der Fußball-Bundesliga unliebsame Bekanntschaft mit dem Vorarlberg-Duo gemacht. Während Rapid in Unterzahl zuhause gegen Aufsteiger Austria Lustenau nur zu einem 1:1 kam, stolperte die Wiener Austria auf dem Weg zum ersten Saisonsieg nach 2:0-Führung in Altach gänzlich (2:3).

Rapid musste durch den ersten Punkteverlust der Saison die Tabellenführung an den punktegleichen LASK abgeben, der mit einem Punkteabzug bestrafte Lokalrivale Austria hält bei minus zwei Punkten.

Silberberger: Fast von Minute zu Minute schlechter geworden

WSG-Trainer Thomas Silberberger gratulierte den Klagenfurtern. Deren Ausgleich sei bitter, aber verdient. Klagenfurt habe es sich aufgrund der zweiten Halbzeit redlich verdient. Man habe fast alles vermissen lassen. Deswegen sei er auch extrem verärgert. „So schön, wie es war, nach zwölf Minuten mit zwei Toren vorne zu sein, so sehr glaube ich, dass dieser Vorsprung den jungen Buben nicht gutgetan hat. Es ist dann fast im Minutentakt schlechter geworden", analysierte Silberberger.

Die Spieler hätten die Zweikämpfe nicht angenommen. Jeder habe sich auf den anderen verlassen. Und wenn man diese Hausaufgaben nicht erledige, dann sei man eben immer unter Druck. „Schade, weil wir jetzt mit sechs Punkten zum Auswärtsdoppel bei Austria und Ried gefahren wären. Aber scheinbar brauchen wir es, dass uns das Wasser ständig auf Oberkante Unterlippe steht." (TT.com/APA)

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