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Sternschnuppenstrom der Perseiden: Vollmond störte heuer Sichtbarkeit

Immer Mitte August kreuzt die Erde die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle, dessen Staubspur den Sternschnuppen-Regen der Perseiden erzeugt. Aufgrund des Vollmonds reduzierte sich dieses Mal aber die Sichtbarkeit der Sternschnuppen.

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Die Perseiden sind ein beliebtes Fotomotiv.
© APA/EPA/DANIEL REINHARDT

Wien – Weniger verheißungsvoll als in vielen Sommern davor war heuer ein Blick gen Himmel zum Höhepunkt des alljährlichen Meteorstroms der Perseiden. Das Maximum war für Samstag (13. August) gegen 3 Uhr erwartet worden. Allerdings war in der Nacht Vollmond und die leuchtende Konkurrenz reduzierte die Sichtbarkeit der Sternschnuppen erheblich.

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Immer Mitte August kreuzt die Erde die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle, dessen Staubspur den Sternschnuppen-Regen der Perseiden erzeugt. Das geschieht, weil die Staubkörner mit ungefähr 60 Kilometern pro Sekunde mit der Erdatmosphäre kollidieren. Dort verdampfen sie in großer Höhe und bringen dabei die Luft hinter sich zum Leuchten. Der Name "Perseiden" kommt daher, weil es so aussieht, als würden Sterne aus dem Sternbild des Perseus fallen.

Der Meteorstrom wird auch "Tränen des Laurentius" genannt, weil sein Erscheinen mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt und als Tränen des Himmels über dessen Martyrium gedeutet wurden. Das Sternbild geht Mitte August spätabends im Nordosten auf und steigt bis zur Morgendämmerung in die Osthälfte des Himmels.

Vollmond störte Dunkelheit

In der Nacht von Freitag auf Samstag wären die Voraussetzungen auf Beobachtungen am besten gewesen, da das Maximum bei Dunkelheit zu erwarten war. Ganz so finster, wie es Interessierte gerne gehabt hätten, wurde es jedoch nicht. Der Vollmond-Termin am 12. August um 3.36 Uhr störte "in den Nächten um das Maximum die Beobachtung dieses Meteorstroms im heurigen Jahr erheblich", so Alexander Pikhard, Präsident der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA). "Unter diesen Bedingungen sind nur die hellsten Meteore mit freiem Auge zu sehen, somit dürfen wir heuer auch an dunklen Beobachtungsorten nur wenige Erscheinungen pro Stunde erwarten."

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Angesichts dessen, der anhaltenden Covid-19-Pandemie "und nicht zuletzt wegen der anhaltenden Trockenheit", die vielerorts Waldbrandgefahr mit sich bringt, riet die WAA von "Perseiden-Partys" ab. Wie schon in den vergangenen beiden Jahren veranstaltete man daher kein gemeinschaftliches Sternschauen auf der Wiener Sophienalpe, wo sich in der Vergangenheit zu dem Ereignis mitunter Tausende Interessenten getroffen haben. (TT.com, APA)


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