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Weltweit hungern 150 Millionen mehr Frauen als Männer

Daten belegen, dass die Ernährungssicherheit abnimmt, je stärker die Geschlechterungleichheit wächst. Das zeigt auch eine aktuelle Analyse der Hilfsorganisation CARE. Die Ungleichheit in Bezug auf Geschlecht und Hunger ist in drei Jahren um das 8,4-fache gestiegen.

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Besonders Frauen sind von der Nahrungsmittelknappheit in einigen Ländern betroffen.
© SIMON MAINA

Wien – Eine aktuelle Analyse der Hilfsorganisation CARE mit Daten aus über 100 Ländern zeigt, dass 149,8 Millionen mehr Frauen von der Hungerkrise betroffen sind als Männer. Diese Zahl wird unter anderem durch Auswirkungen des Klimawandels, die Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine bedingt. Daten belegen, dass die Ernährungssicherheit abnimmt, je stärker die Geschlechterungleichheit wächst, hieß es in einer Aussendung am Montag.

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Im Jahr 2018 waren es 18 Millionen mehr Frauen, 2021 waren es 150 Millionen. Damit ist die Ungleichheit in Bezug auf Geschlecht und Hunger in drei Jahren um das 8,4-fache gestiegen. Frauen und auch Männer in Somalia und dem Libanon essen mittlerweile weniger und oft minderwertigere Lebensmittel. "Die Gleichstellung der Geschlechter ist eng mit Ernährungssicherheit verbunden. Je größer die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern in einem Land ist, desto hungriger sind die Menschen", so Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich.

Im Libanon haben seit Beginn der Pandemie 85 Prozent der befragten Menschen die Anzahl der täglichen Mahlzeiten reduziert, gleichzeitig gaben 85 Prozent der Frauen an, ohnehin schon kleinere Portionen zu essen – im Vergleich dazu essen 57 Prozent der Männer kleinere Mahlzeiten. 66 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer essen mittlerweile minderwertigere Lebensmittel. "Nahrung ist eines der grundlegendsten menschlichen Bedürfnisse – ohne gleichen Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln ist das Gleichstellungsprojekt zum Scheitern verurteilt", appelliert Barschdorf-Hager. (APA)

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