Urteil

Opferstöcke in Tirol geleert: 2,5 Jahre Haft für 62-Jährigen

Innsbruck – Offenbar unverbesserlich ist ein vermutlich 62-jähriger Ungar. Vier Identitäten des Mannes sind der österreichischen Justiz bis heute bekannt. Unter der Identität eines heute 62-Jährigen wurde der Mann jedoch schon öfters amtsbehandelt – und verurteilt.

Immer handelte es sich dabei um Einbruchsdiebstähle in Kirchen. Im Fokus des gewerbsmäßigen Diebes: Opferstöcke. Die Relation zwischen Beute und Sanktion ist jedoch schon seit Jahren außerhalb jeglicher Relation. So wurde der Ungar 2013 zum ersten Mal in Innsbruck verurteilt. 2016 setzte es für aufgebrochene Opferstöcke dann am Landesgericht Leoben schon zwei Jahre Haft.

Trotzdem versuchte der Frühpensionist im Juni sein Glück erneut im Bezirk Landeck. Obwohl der Kircheneinbrecher zu einer Friedhofskapelle sogar mit dem Stemmeisen angerückt war, blieb die Beute bescheiden: Gerade 80 Euro klimperten insgesamt in den Taschen des 62-Jährigen. Da er in einer Kirche zudem gefilmt worden war, war die Überführung des reichlich Amtsbekannten ein Leichtes. Gestern am Landesgericht ging es dann erneut ins Gefängnis – und zwar für zweieinhalb Jahre. (fell)