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Tiroler NEOS plakatieren mit „Kann besser“-Oberhofer

NEOS-Spitzenkandidat Dominik Oberhofer startete mit einem Rundumschlag gegen konkurrierende Listen in den Wahlkampf. Die Partei hat ein Budget von 120.000 Euro ist veranschlagt.

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Landessprechers Dominik Oberhofer bei der Präsentation der Plakate.
© EXPA/JOHANN GRODER

Innsbruck – Die Tiroler NEOS haben am Mittwochvormittag am Innsbrucker Landestheater-Vorplatz ihre Plakate für die Landtagswahl am 25. September präsentiert. Drei Mal das Konterfei des pinken Spitzenkandidaten und Landessprechers Dominik Oberhofer mit drei "Kann besser"-Botschaften zu ihren Kernthemen Wirtschaft, saubere Politik und Bildung werden auf 400 Plakaten in verschiedenen Größen und Ausführungen zu sehen sein. Knapp 120.000 Euro habe die Partei dafür ausgegeben.

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"Viel weniger" als andere Parteien, aber immer noch "mehr als genug", kommentierte Oberhofer die Plakate und erinnerte daran, dass man sich ja darauf geeinigt habe, den Wahlkampf "sparsam" anzugehen. Es werde nur eine Welle geben, die Plakate würden bis zum Wahltag zu sehen sein. "Oberhofer kann Wirtschaft besser", "Oberhofer kann saubere Politik" und "Oberhofer kann Bildung" – so lauten die pinken Kernbotschaften.

"Ich kann sehr viel, aber vieles kann ich auch nicht", leitete der pinke Frontmann seine Rede ein. So mache er etwa beim Klettern keine gute Figur und könne auch nicht gut "durchs Land tingeln und Auszeichnungen und Ehrungen verteilen", "gegen Ausländer hetzen" oder "ohne Gewehr einen Bock schießen", sparte Oberhofer nicht mit Seitenhieben auf die Konkurrenz.

Als Legastheniker wisse er jedenfalls um den Wert von Bildung für ein "selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben", griff Oberhofer das erste Kernthema auf. Die NEOS würden "keine Ruhe geben", bis jedes Kind die "Chance auf Erfolg und Aufstieg" habe. In puncto Wirtschaft führte der Spitzenkandidat "Menschen, die etwas unternehmen wollen" ins Treffen – Gründerinnen und Gründer oder Menschen, die ein Familienunternehmen übernehmen. Ziel sei es, Hürden – bürokratischer Natur, aber auch Steuern und Abgaben – abzubauen. Zuletzt unterstrich Oberhofer die Rolle der NEOS als "BürgerInnenpartei" im Kampf für saubere Politik: "Wir sind lästig geblieben", sagte Oberhofer und führte die pinke Aufklärungsarbeit in Bundes-U-Ausschüssen als Beleg dafür ins Treffen.

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NEOS-Plakate vor dem Tiroler Landestheater.
© EXPA/JOHANN GRODER

Oberhofer ließ einmal mehr keinen Zweifel daran, dass er und die Seinen Teil der neuen Regierung sein wollen: "Wir wollen so stark werden, dass keiner mehr an uns vorbei kommt." Gefragt nach möglichen Regierungskonstellationen nach der Wahl, gab es von ihm indes keine neuen Ansagen – er habe sich schon "sehr früh für eine Dreierkoalition ausgesprochen" und könne sich ein Regieren mit allen Parteien außer der FPÖ vorstellen.

Der sich im Wahlkampf befindliche pinke Politiker nutzte die Bühne auch für einen Rundumschlag gegen die Konkurrenz. Ein Blick auf aktuelle Umfragen würde zeigen, dass sich "ein Zweier nicht mehr ausgeht", hielt NEOS fest und kritisierte SPÖ-Spitzenkandidat Georg Dornauer, der sich im APA-Interview für eine "stabile Koalition" mit der Volkspartei ausgesprochen hatte: "So etwas medial zu fordern, ist absurd". Eine Regierungszusammenarbeit mit der FPÖ hatte Oberhofer schon im APA-Interview im Juli dezidiert ausgeschlossen. "Wer so plakatiert, der hat eine Regierungsbeteiligung ohnehin schon verspielt", legte der Klubobmann Bezug nehmend auf die blaue erste Plakatwelle, in dieser unter anderem Abschiebungen von Geflüchteten thematisiert werden, nach. Kritik übte er auch an den Grünen, die er als "Blockierer" in der Transitproblematik bezeichnete. Auch die ÖVP bekam einmal mehr ihr Fett weg. Den 25. September sah er als "historische Chance, 77 Jahre schwarzer Allmacht zu brechen", die unter anderem zu "Perspektivlosigkeit" geführt habe. "Diese einmalige Chance lasse ich mir sicher nicht entgehen", schloss Oberhofer kämpferisch.

Die NEOS waren bei ihrem ersten Antreten 2018 auf 5,21 Prozent der Stimmen bzw. zwei Mandate gekommen. Laut einer kürzlich veröffentlichten Umfrage können sie derzeit – nicht zuletzt angesichts der Schwäche der ÖVP – gar mit einem zweistelligen Ergebnis rechnen, nämlich mit 12,3 Prozent. (APA)


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