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Tieflader für Medaillen: Große Hoffnungen bei EM

Nach der Weltmeisterschaft ist vor der Europameisterschaft: (Synchron-)Schwimmer und Wasserspringer ermitteln ab Donnerstag in Rom ihre Europameister.

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Felix Auböck will weiter auf der Erfolgswelle schwimmen – am Sonntag zunächst über 200 m Kraul.
© gepa

Von Sabine Hochschwarzer-Dampf

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Innsbruck – „Wenn man sich die Entry List ansieht, werden wir einen Tieflader brauchen, um alle Medaillen heimzubringen“, scherzt Sportdirektor Walter Bär. Für gewöhnlich wagt man im österreichischen Schwimmverband nicht mal spaßeshalber große Worte. Doch angesichts der jüngsten starken WM-Ergebnisse mit zwei Bronze-Medaillen im Synchronschwimmen und insgesamt neun Finalteilnahmen darf die OSV-Abordnung selbstbewusst wie lange nicht mehr ab morgen in Rom in eine Europameisterschaft starten.

Tiroler EM-Starterin: Lena Opatril.
© Böhm

Der Olympia- und WM-Vierte Felix Auböck lässt zwar die 800 m Kraul aus, gilt aber über die 200- (Sonntag bzw. Montag) und 400-m-Strecke (kommenden Mittwoch) ebenso als Medaillenaspirant wie die mit WM-Bronze dekorierten Alexandri-Schwestern im Duett. Auch die in Linz trainierenden Tiroler Bernhard Reitshammer und Simon Bucher scheinen auf der Startliste unter den Besten auf: Der Absamer Reitshammer, 2021 schon EM-Dritter auf der Kurzbahn (100 m Lagen, wird aber in Rom nicht geschwommen) taucht im Foro Italico über 50 m Brust (Montag) als Vierter auf, über 200 m Lagen als Achter (kommenden Donnerstag) und 100 m Brust (morgen) als Neunter, der Innsbrucker Bucher als Neunter über 50 m Schmetterling (morgen, 1. Bewerb) und über die 100 m-Distanz (Samstag) als Fünfter. Bei der WM in Budapest, wo Reitshammer Vierter wurde (50 Brust), war nur ein Europäer schneller als er, ebenso wie bei Buchers sechstem WM-Platz.

Einen Top-Platz auf der Entry List haben etwa auch Lena Grabowski als Zweitschnellste über 200 m Rücken, Caroline Pilhatsch (7./50 m Rücken) oder auch die 4x100-m-Lagen-Staffel der Herren (mit Reitshammer und Bucher), die bei der WM fünftschnellstes europäisches Quartett waren. Auch Jan Hercog hatte als WM-9. im Open Water aufgezeigt. Die Oberperferin Lena Opatril hofft über 200, 400 und 800 m Kraul auf Bestzeiten. Sportdirektor Bär relativiert dennoch: „Man muss die Zeiten aber erst wieder ins Wasser bringen.“ Die Form zu konservieren – von Juni bis zum August jetzt – funktioniere aufgrund von Trainingsmethoden durchaus, sei über die kürzeren Distanzen aber tendenziell eher leichter als über die längeren.

Selbstbewusst dürfen die Österreicher allemal sein. Bär: „Die Wahrscheinlichkeit auf eine Vielzahl von Finalteilnahmen ist sehr hoch.“ Lockerer werde man die EM deshalb aber auch nicht angehen können, weiß der OSV-Sportdirektor: „Eine gewisse Anspannung gehört einfach immer dazu.“

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Das Tiroler Linz-Duo Bernhard Reitshammer und Simon Bucher (r.).
© Falk

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