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ReUse-Projekt: Neues Leben für alte Tiroler Schultaschen

1200 Schultaschen werden heuer bei der „Tiroler Schultaschensammlung“ von Freiwilligen wiederaufbereitet, gefüllt und an Familien weitergegeben.

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Ingrid Felipe und Martin Baumann präsentieren gemeinsam mit freiwilligen Helferinnen die wiederaufbereiteten Schultaschen.
© Land Tirol/Dorfmann

Von Johanna Muro

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Innsbruck – Bis zu 200 Euro kostet eine neue Schultasche – für viele Familien ein teurer Start in den Schulalltag. Für Entlastung soll einmal mehr das ReUse-Projekt „Tiroler Schultaschensammlung“ sorgen: Über 1200 Schultaschen werden in diesem Jahr gesammelt, wiederaufbereitet und, mit Schulmaterialien bestückt, weitergegeben.

„Wir sammeln die Schultaschen auf zwei Wegen“, erklärt Martin Baumann, Geschäftsführer des Umwelt Vereins Tirol. Durch Aufrufe an den Pflichtschulen in ganz Tirol erhalte man viele Spenden (hier kooperiert man mit dem Jugendrotkreuz), zahlreiche Schultaschen würden aber auch ganzjährig in den Recyclinghöfen abgegeben bzw. ausgeschleust.

Daraufhin werden die Schultaschen auf Funktionstüchtigkeit geprüft, für die Abholung an den tirolweiten Sammelstellen ist der Landesfeuerwehrverband zuständig. Dann gelangen sie in das Flüchtlingsheim Reichenau, wo freiwillige Helfer die Taschen säubern und mit Schulmaterialien bestücken.

Umweltlandesrätin LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) lobt das Projekt: „‚Wiederverwerten statt verschwenden‘ sollte unser Grundsatz sein. Eine Schultasche muss nicht sofort weggeworfen werden, sondern kann meist problemlos weiterverwendet werden. So wird Abfall reduziert und ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz in Tirol geleistet.“ Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) betont außerdem die soziale Komponente: „So können sozial benachteiligte Familien unterstützt und kann vielen Kindern eine Freude gemacht werden.“

Zu den Unterstützern des ReUse-Projekts zählt heuer erstmals auch der Landes-elternverband Tirol, der etwa ein Drittel der dieses Jahr gesammelten Schultaschen zusammentrug. Ungefähr 140 von ihnen wurden bereits an ukrainische Familien in Tirol verteilt (an die heuer ein Großteil der Sammlung geht), weitere 200 Taschen zur Verteilung ins Flüchtlingsheim gebracht. Die prall gefüllten Taschen werden dann zeitnah von der Tiroler Soziale Dienste GmbH, der Caritas und der Diakonie an bedürftige Familien ausgegeben.


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