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Baby erlitt Schütteltrauma: Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Tatverdacht laut Staatsanwaltschaft „erhärtet": Das Kleinkind schwebt laut Spital nicht in akuter Lebensgefahr. Die Mutter wurde von der Polizei festgenommen und gab zu, das Kind aus Verzweiflung einmal geschüttelt zu haben.

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Symbolbild.
© pixabay

Wien – Die Staatsanwaltschaft Wien hat gegen eine 28 Jahre alte Frau, die ihrem Baby lebensbedrohliche Verletzungen zugefügt haben soll, Ermittlungen wegen versuchten Mordes aufgenommen. Das teilte Behördensprecherin Romina Kaschnitz am Donnerstag auf APA-Anfrage mit. Die vorläufige Einschätzung eines beigezogenen Gerichtsmediziners: Sein schriftliches Gutachten liegt noch nicht vor, habe die Verdachtslage in Richtung eines Schütteltraumas „erhärtet", sagte Kaschnitz. Ob die Staatsanwaltschaft die Verhängung der U-Haft über die Tatverdächtige beantragen wird, werde im Verlauf des Tages entschieden, gab die Sprecherin bekannt.

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Der Zustand des vier Monate alten Babys ist indes weiter kritisch. Es befindet sich aber nicht in akuter Lebensgefahr, hieß es seitens des behandelten Spitals auf APA-Nachfrage. Zu dem Vorfall war es am 29. Juli gekommen. Die Mutter gab zu, das Kind aus Verzweiflung, da es ununterbrochen geweint habe, einmal geschüttelt zu haben.

Die Eltern hatten die Rettung alarmiert und im Krankenhaus stellten die Ärzte lebensbedrohliche innere Verletzungen fest. Da der Verdacht eines Schütteltraumas bestand, wurde die Polizei verständigt. Das Landeskriminalamt Wien nahm daraufhin die Ermittlungen auf. In einer ersten Vernehmung räumte die Mutter, eine 28-jährige Österreicherin, das Schütteln ein. Ein gerichtsmedizinisches Gutachten bestätigte, dass die Verletzungen mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Fremdverschulden entstanden sein dürften. Das Baby befindet sich derzeit auf einer Intensivstation. (APA)

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