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Muren belasten Gemeindekasse in St. Leonhard im Pitztal

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BM Elmar Haid leitet die Gemeinde St. Leonhard im Pitztal.
© Paschinger

St. Leonhard i. P. – Wie sehr die Murereignisse der letzten Wochen die Gemeindebudgets belasten, wurde zuletzt auch bei der Gemeinderatssitzung in St. Leonhard offenkundig. Für Ufersicherungsmaßnahmen steht eine Rechnung von über 470.000 Euro an. „Ein Drittel davon haben wir, die Gemeinde, zu zahlen“, schilderte Bürgermeister Elmar Haid. Das heißt, dass mehr als 150.000 Euro von der Gemeinde aufgebracht werden müssen. Im Budget hat die Pitztaler Gemeinde aber lediglich 50.000 Euro ausgewiesen – „da wird uns das Land helfen müssen“.

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Diese Maßnahme ist freilich nicht alles: Insgesamt werde die Räumung im Bereich Wassertal „700.000 bis 800.000 Euro kosten“, erklärte Haid. Nun wäre das anfallende Material durchaus „für Asphaltierungsarbeiten interessant“, meinte er weiter – aber der weite Transportweg von Mittelberg hinaus nach Zams schrecke auch wieder ab. Die Räumung der gefüllten Murbecken und der Pitze sei aber wichtig, damit es „schnell relativ sicher wird“, betonte der Dorfchef.

Im Gespräch mit der TT erklärt Haid die finanzielle Situation der Gemeinde: Man habe gut 200.000 Euro frei verfügbare Mittel. Allerdings ist St. Leonhard eine flächenmäßig riesige Gemeinde. „Wir haben 63 murfähige Bäche und 86 registrierte Lawinenstriche.“ Allein wegen Murereignissen in den vergangenen vier Jahren musste man „um gut drei Millionen Euro Dreck wegfahren“. (pascal)

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