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Ein „Original": Früherer Berliner Playboy Rolf Eden gestorben

Er galt mal als einer der bekanntesten Playboys Deutschlands, als Discokönig von Berlin. Nun ist Rolf Eden im Alter von 92 Jahren gestorben.

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Er verkörperte das hedonistische West-Berlin der Nachkriegszeit: Rolf Eden galt als „Deutschlands letzter Playboy“.
© imago

Berlin – Der frühere Berliner Playboy Rolf Eden ist tot. Er sei am Donnerstag im Alter von 92 Jahren gestorben, teilte seine Familie am Freitag mit. Mit Rolf Eden verliere auch Berlin „eine Ikone seiner Zeit und er liebte und veränderte diese Stadt wie kein anderer." Eden prägte als Nachtclubbesitzer das Nachkriegsdeutschland. Mit seinen Clubs beeinflusste er das West-Berliner Nachtleben, er soll mit den Rolling Stones gefeiert und mit Ella Fitzgerald getanzt haben.

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Geboren wurde Eden 1930 als Sohn einer jüdischen Familie in Berlin. Die Familie floh drei Jahre später vor den Nationalsozialisten nach Palästina. Dass seine Eltern so klug gewesen seien und Deutschland schon 1933 verlassen hätten, sei ein Glück gewesen, sagte Eden mal der Deutschen Presse-Agentur im Interview.

Als junger Mann war er dann beim Militär. Später lebte er als Musiker in Paris, zog dann nach West-Berlin. In den 1950ern eröffnete er in der Frontstadt des Kalten Krieges seinen ersten Jazzclub. Filmemacher Peter Dörfler dokumentierte das bewegte Leben Edens in seinem Film „The Big Eden". Der Film lief bei der Berlinale.

Rolf Eden sagte darin über sich selbst, er sei beides - Playboy und Geschäftsmann. Bekannt war er etwa für seine weißen Jacketts und seine blonden Haare. Ein Stadtmagazin kürte ihn mal zum „peinlichsten Berliner" – das sei doch eine Riesenehre, er finde das sehr gut, sagte Eden im Trailer zum Film. Im Alter von 82 Jahren hatte er seine Biografie vorgelegt. Ihr Titel lautete „Immer nur Glück gehabt. Wie ich Deutschlands bekanntester Playboy wurde". (APA/dpa)

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