Entgeltliche Einschaltung

Landhaus-Wettbewerb: Welle der Kritik an Auswahlverfahren

Teilnehmer des Landhaus-Wettbewerbs protestieren gegen Auswahlverfahren.

  • Artikel
  • Diskussion

Innsbruck – Dass die Tiroler Landesregierung bei der Vergabe einer Kunstintervention am Neuen Landhaus, die an die NS-Geschichte des Baus erinnern soll, nicht der Empfehlung einer dafür eingesetzten Jury gefolgt ist, sondern das zweitgereihte Projekt umsetzen will, löste eine Welle der Kritik aus.

Wie berichtet, empfahl die Jury einstimmig das Projekt „Wir haften für unsere Geschichte“ von Franz Wassermann. Das Land kündigte allerdings die Realisierung von „Balkensturz“ von Ramesch Daha und dem Kollektiv AKT an. Nun haben mehrere KünstlerInnen, die am Wettbewerb teilgenommen haben – darunter Wassermann und das Architekturbüro U1, das das drittgereihte Projekt eingereicht hat –, in einem Schreiben an die Landesregierung die fehlende Transparenz der Vergabe scharf kritisiert. Sie verweisen zudem auf die in der Wettbewerbsausschreibung festgehaltene „Dialogphase“, in der man Vorhaben den Anforderungen vor Ort anpassen hätte können.

Entgeltliche Einschaltung

Offiziell begründet hat das Land die Entscheidung gegen die Jury-Empfehlung damit, dass Wassermanns Entwurf nicht am dafür vorgesehenen Ort realisiert werden könne. Noch bei einem Lokalaugenschein für Wettbewerbsteilnehmer sei in puncto Objektplatzierung „Denkraum“ zugesichert worden, heißt es dazu im offenen Brief, dessen UnterzeichnerInnen darauf verweisen, dass das Vorgehen des Landes auch vor den Steuerzahlern, die die Kosten des Wettbewerbs tragen, nicht zu rechtfertigen ist. (jole)

50 x € 100,- Heizkostenzuschuss zu gewinnen

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung