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Prozess gegen Corona-Leugner in Innsbruck: Abwesende zu Haft verurteilt

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Innsbruck – Ein den Corona-Leugnern zuzuzählendes Paar war in letzter Zeit schön öfters mit der Justiz in Kontakt gekommen. Nur zum eigenen Prozess wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt wollten die beiden partout nicht am Landesgericht erscheinen. Grund für die damalige Anklage: Der Mann sollte an ein Bezirksgericht wegen Vergehen nach dem Waffengesetz vorgeführt werden. Auch zur seinerzeitigen Verhandlung war der Mann nicht aufgetaucht. Begründung: Er sei ja ans Gericht gekommen, man habe ihn aber ohne Maske eben nicht eingelassen. Beim Versuch der Vorführung hatte sich das Ehepaar dann heftig gegen die Beamten gewehrt.

Am Landesgericht musste so über die vergebens Geladenen letztlich ein Abwesenheitsurteil gefällt werden. Je neun Monate unbedingte Haft ergingen wegen des Widerstands. Gegen dieses Urteil wurde jedoch wiederum Berufung erhoben. Das Oberlandesgericht sah aber keinerlei Grund für eine Strafherabsetzung. Ganz im Gegenteil: Während die Strafe für die Frau bestätigt wurde, muss der Ehemann nun elf Monate absitzen. Die Strafe wegen der Waffenvergehen kam ja jetzt schließlich noch dazu. (fell)

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