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Verein „Kitz for Ukraine“ kümmert sich um ukrainische Flüchtlinge

An die 600 Flüchtlinge aus der Ukraine leben derzeit im Bezirk Kitzbühel. Betreut werden sie zum Großteil vom privaten Verein „Kitz for Ukraine“.

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Die Kinder und Betreuer vom Kinderhaus Sumy aus Innsbruck mit Sponsoren und ukrainischen Familien aus dem Bezirk Kitzbühel besuchten vor Kurzem das Familienland in St. Jakob in Haus.
© Kitz4Ukraine.at

St. Jakob i. H. – Seit März dieses Jahres sind Vertriebene aus der Ukraine auch in Tirol. „Es handelt sich hauptsächlich um Mütter mit ihren Kindern, die hier Schutz und Unterstützung suchen, während ihre Männer zum Großteil für ihr Land an der Front kämpfen“, erklärt Claudia Monitzer vom privaten gemeinnützigen Verein „Kitz for Ukraine“. Knapp 600 Ukrainer leben mittlerweile im Bezirk Kitzbühel. Viele Erwachsene seien in den Arbeitsmarkt integriert und mit manchen könne man sich sogar schon fließend auf Deutsch unterhalten. Monitzer: „Die Zusammenarbeit und Transparenz zwischen öffentlichen Stellen und privaten Personen und Organisationen ist tirolweit vorbildlich und stärkt das Miteinander. Vor allem in der Zufriedenheit der ukrainischen Kinder können wir sehen, dass Integration hier gelungen ist.“ In vielen Kindergärten und Schulen werden seitdem ukrainische Kinder integriert. Viele Ukrainer haben Arbeit im Gastgewerbe, der Hotellerie, in Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben gefunden. „Zwei Drittel der Ukrainer im Bezirk sind privat untergebracht und werden von Privatpersonen und gemeinnützigen Vereinen unterstützt. Ein Drittel wird von den Sozialen Diensten Tirols betreut“, sagt Monitzer.

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Für die Kinder vom Kinderheim Sumy, einer Stadt in der Westukraine, die es im Ukraine-Russland-Konflikt besonders schwer getroffen hat, gab es diese Woche ein Highlight: Ein Besuch im Familienland in St. Jakob wurde organisiert. „Die Aufregung war groß, als schon am Morgen ein großer Reisebus vor dem Schloss Mentlberg in Innsbruck stand“, berichtet Monitzer. Dort sind die minderjährigen Flüchtlinge gemeinsam mit ihrem Betreuungsteam, das von der Ukraine mitgekommen ist, untergebracht. Elf Tage dauerte im April ihre Flucht, bis sie nach Innsbruck kamen.

Seit Mai werden die Kinder und Betreuer vom Verein Kitz für Ukraine, der sich zu 100 Prozent mit privaten Spendengeldern finanziert, zusätzlich unterstützt. „Sie sind die Schwächsten der Schwachen, um sie müssen wir uns kümmern, sie brauchen unsere Hilfe in dieser schwierigen Zeit!“, waren sich der Vorstand und die freiwilligen Helfer des Vereins unisono einig. Mit der Unterstützung von Patrick Unterberger von Intersport Patrick wurden die Kinder und Betreuer mit Sportkleidung, Schuhen und Sportequipment ausgestattet. Mit Spendengeldern konnte vieles besorgt werden, das den Heimalltag erleichtert und auflockert.

Aufgrund der Initiative eines Sponsorenpaars, das nicht genannt werden möchte, konnten die Kinder vom Kinderheim und die vom Verein Kitz für Ukraine betreuten Familien den Ausflug im Familienland in St. Jakob genießen und sich kennen lernen. „Neben all dem Stress, den Albträumen, welche die Kinder noch immer haben, eine Abwechslung, die den Seelen guttut. Das Wetter spielte auch noch mit“, freut sich auch Monitzer über „diesen wunderbaren Tag“. (mm)


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