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DS E-Tense: Feines Schweben mit drei Antrieben

Mit dem E-Tense 4x4 hat DS ein Fahrerauto für Genießer geschaffen. Ein Turbo-Benziner sorgt mit zwei Elektromotoren für 300 PS Systemleistung. Die Kraft ist in flauschigen Komfort und Leder eingebettet.

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Der DS7 zählt zweifellos zu den SUV-Schönheiten. Die Formensprache ist elegant fließend und passt so exakt zum Charakter des edlen Franzosen. Bald steht übrigens die überarbeitete Version bei den Händlern.
© Fellner

Von Reinhard Fellner

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Innsbruck – Der Stellantis-Konzern beheimatet mittlerweile 14 Marken unter seinem Dach. Darin wurde DS als französische Nobelmarke positioniert, die mittlerweile weltweit ins Rennen um den Premium-Markt geschickt wird. Das stilistisch überaus gelungene 4,5-Meter-SUV DS7 darf als erster großer Markterfolg der Marke gelten. Als E-Tense 4x4 rollte nun die Spitzenmotorisierung zum TT-Test.

Der Innenraum des DS macht mit Liebe zum Detail und feiner Nappaleder-Ausstattung einen noblen Eindruck.
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Vorerst lautlos, denn unter der Haube des DS stecken nicht nur ein 200-PS-Turbobenziner (1,6 Liter), sondern auch zwei Elektromotoren, die von einer 13,2 kWh-Batterie gespeist werden. Im Fall des E-Tense hat der Hybridantrieb mit insgesamt 300 PS Systemleistung und gewaltigen 520 Newtonmetern Drehmoment viele Facetten.

So kann man bei voller Batterie bis 135 km/h rein elektrisch fahren. Die zwei jeweils 110 PS starken E-Motoren an Vorder- und Hinterachse haben dabei mit dem 1,9-Tonnen-SUV keine Mühe. Im Gegenteil: So angenehm und kraftvoll wie im DS7 fährt es sich nur in wenigen Plug-In-Hybriden. Im Test reichte der Akku meist für 40 Kilometer. Nachladen wird belohnt. So blieben wir im Alltagsmix mit dem 300-PS-SUV bei 4,5 Liter Spritverbrauch. An einer Wallbox mit Wechselstrom fließen dann aber nur 7,4 kWh in die Batterie – nach drei Stunden ist sie wieder voll. Zu Hause an der Garagensteckdose lädt man laut Armaturendisplay jedoch über sieben Stunden. Bei einer Ladung über Nacht kein Thema. Lenker mit Haus in der Stadtperipherie könnten so eigentlich immer elektrisch unterwegs sein. Sie würden freilich den Genuss versäumen, den die Elektro-Verbrennersymbiose unter den Einstellungen Hybrid und Comfort bringt. Die Zusammenarbeit der Systeme funktioniert wirklich sehr gut und geht druckvoll voran. Man schwebt sozusagen auf einer gefühlten Drehmomentwelle dahin. Alles fühlt sich sehr souverän und stressfrei an. Unter der Einstellung 4x4 erlebt man dann den Spaß, dass der Elektromotor an der Hinterachse im kurvigen Geläuf merkbar mitschiebt. Ein Rückenwind, der besonders bergauf gut funktioniert. Da ist für den gediegenen Franzosen die Einstellung Sport (100 km/h in 5,9 Sekunden) schon fast zu viel. Ein Krawallbruder will der DS7 einfach nicht sein.

Vielmehr verwöhnt er durch feinen und manchmal wogenden Komfort und gute Geräuschdämmung. Regelrecht erlesen geht es in der getesteten „Rivoli“-Ausstattung im Inneraum zu. Schönes Design paart sich mit kostbar wirkenden Materialien und einer auffallend feinen Nappaleder-Ausstattung. Diese und ein DS gehören eigentlich zusammen. Das Verarbeitungsniveau ist insgesamt beachtlich. Die Bedienung kennt jedoch weiter französische Schrullen – bis hin zu einem ungewöhnlich unwilligen Startknopf. Auch die riesige Heckklappe wurde nicht zu Ende gedacht. Öffnen im Zeitlupentempo wird auch noch mit zu geringer Öffnungshöhe bestraft. Dahinter warten jedoch stolze 555 Liter Kofferraum – selten bei einem Plug-In-Hybriden. Ein Individualist für 63.450 Euro. Reizvoll, luxuriös, zeitgemäß.

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Die Technik

Motor: Turbo-Benziner, zwei E-Motoren

Hubraum: 1598 ccm

Drehmoment: 520 Nm bei 3000 U/min

Leistung: (System) 220 kW/300 PS

L/B/H: 4573/2098/1625 mm

Gewicht: 1900/2400 kg

Kofferraumvolumen: 555 – 1752 l

Tankinhalt: 43 l

Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h

0 – 100 km/h: 5,9 Sekunden

Verbrauch: (Test) 4,5 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis: 63.450 Euro

CO2-Emission: (Norm) 34 g/km


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