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Trotz einer Stunde in Überzahl: WSG verliert bei Austria Wien 1:2

Die WSG Tirol kassierte am Samstag im vierten Saisonspiel die zweite Niederlage. Auswärts gegen die Austria setzte es ein 1:2. Dabei spielten die Tiroler rund eine Stunde in Überzahl.

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Der fünfte Saiontreffer war für WSG-Stürmer Tim Prica ein schwacher Trost.
© GEPA pictures/ Armin Rauthner

Wien – Die WSG Tirol wartet in der noch jungen Bundesligasaison weiter auf die ersten Auswärtspunkte. Am Samstag verlor die Elf von Trainer Thomas Silberberger bei der Wiener Austria mit 1:2.

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Dabei konnten die Wattener auch aus einer numerischen Überlegenheit nach Rot gegen Austrias Abwehrspieler Lucas Galvao (33.) kein Kapital schlagen. Tim Prica (56.) gelang lediglich der Anschlusstreffer, nachdem Haris Tabakovic (20.) und Dominik Fitz (49.) für die „Veilchen" getroffen hatten.

⚽ Bundesliga, 4. Spieltag

🟢 Samstag:

  • Austria - WSG Tirol 2:1 (1:0). Tore: 1:0 (20.) Tabakovic, 2:0 (49.) Fitz, 2:1 (59.) Prica. Rote Karte: Galvao (33./Torraub).
  • Austria Klagenfurt - SV Ried 1:0 (0:0). Tor: 1:0 (73.) Arweiler. Gelb-Rote Karte: Lackner (55.).
  • SK Sturm Graz - SCR Altach 4:0 (1:0). Tore: 1:0 (15.) Höjlund, 2:0 (72.) Emegha, 3:0 (78.) Wels, 4:0 (89.) Emegha. Gelb-Rot: Reiter (67./A.)

🟢 Sonntag:

  • Austria Lustenau - TSV Hartberg 17.00 Uhr
  • FC Red Bull Salzburg - WAC 17.00 Uhr
  • LASK - Rapid Wien 17.00 Uhr

Die Austria befindet sich in der Tabelle damit wieder im Plusbereich, bleibt aber mit nun einem Zähler aus vier Runden Schlusslicht. Die WSG hält weiter bei vier Punkten. Positiv für die Wiener war auch das ersehnte Erfolgserlebnis vor dem Aufeinandertreffen mit Fenerbahce Istanbul im Europa-League-Play-off.

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Zum Spielverlauf: Fünf Tage vor dem Hinspiel gegen die Türken in Wien standen Trainer Manfred Schmid wie erwartet angeschlagene Akteure wie James Holland und Andreas Gruber nicht zur Verfügung. Der 19-Jährige Florian Wustinger kam im Mittelfeld zu seinem Startelf-Debüt. Die Wattener, bei denen Coach Thomas Silberberger den Konkurrenten nachhaltig abhängen wollte, veränderten ihre Elf nur an einer Position: Anstelle des gesperrten Felix Bacher begann Neuzugang Lukas Sulzbacher.

Die Austria startete ambitioniert, die Chance auf eine frühe Führung bot sich nach zehn Minuten aber der WSG. Nach einem Einwurf kam die Austria unter Druck, Torhüter Christian Früchtl rettete gegen Zan Rogelj mit dem Fuß. Tabakovic stellte dann unter Beweis, wofür er im Sommer geholt wurde. Wattens stand in einer langen Ballbesitzphase der Wiener massiv in und um den Strafraum, der Schweizer brachte bei einer präzisen Fitz-Hereingabe seine 1,94 Meter aber ein und war mit dem Fuß zur Stelle.

Es ist ein extrem bitterer Nachmittag, wenn man 60 Minuten in Überzahl ist, sich bei den Gegentoren so schlecht verhält und drei Tausender liegen lässt. Dann gehst du als Verlierer vom Platz. Das war extrem billig.
Thomas Silberberger, WSG-Trainer

Gefahrenherd Nummer eins für die Austria blieb Nik Prelec. Der von Sampdoria geholte Slowene nutzte seine Geschwindigkeitsvorteile aus, fand fast postwendend die Ausgleichschance vor und brachte seinem Team auch nummerischen Vorteil ein. Galvao fuhr gegen den Angreifer als letzter Mann die Hand aus, der VAR schritt ein, Schiedsrichter Alan Kijas zeigte dem Innenverteidiger nach einer Überprüfung Rot.

Tabakovic musste daraufhin für Billy Koumetio vom Feld, die Austria setzte gegen anstürmende Gäste auf Konter. Wattens witterte seine Chance und hatte kurz nach Seitenwechsel das 1:1 durch Prelec am Fuß. Früchtl blieb aus kurzer Distanz aber wieder Sieger (48.). Keine Minute später schlug die Austria gegen hoch stehende Tiroler zu: Braunöder setzte Fitz ein, der agierte überlegt, brachte noch einen Haken an und schloss zum 2:0 ab.

Prica traf – und vergab Chance auf Ausgleich

Wie in der Vorwoche beim 2:3 in Altach schien die Austria auf Siegkurs, brachte sich aber erneut durch einen Fehler in die Bredouille. Prica bugsierte einen Einwurf per Kopf direkt ins Tor, Austria-Kapitän Lukas Mühl sah schlecht aus. Der Schwede schlug somit auch im vierten Saisonspiel zu. Die Chance auf Saisontor Nummer sechs vergab Prica in der 72. Minute, als er völlig alleine vor dem Gehäuse direkt auf Früchtl abschloss.

Die Austria hatte da schon reagiert und mit Can Keles und Aleksandar Jukic frische Kräfte gebracht. Die Favoritner schafften dadurch bei Gegenstößen Entlastung. Keles leitete auch eine Topchance ein, Manfred Fischer brachte den Ball nicht an Ferdinand Oswald vorbei (69.). Wattens schaffte es in der Schlussviertelstunde nicht mehr, Druck aufzubauen. Die Austria brachte das Resultat mit großem Einsatz über die Zeit.

Sturm Graz vorerst Tabellenführer

Im zweiten Nachmittagsspiel am Samstag feierte Austria Klagenfurt den ersten vollen Erfolg. Die Kärntner bezwangen zuhause Ried 1:0. Arweiler gelang der Treffer des Tages. Im Abendspiel setzte sich Sturm Graz zuhause gegen Altach souverän mit 4:0 durch und schob sich mit acht Punkten vorerst wieder an die Tabellenspitze. (TT.com, APA)

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