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Mehr als 580 Motorradlenker in Tirol bei großem Sondereinsatz bestraft

In Tirol und auf Zulaufstrecken aus anderen Bundesländern sowie aus Südtirol kontrollierte die Polizei am Wochenende Motorradfahrer. Insgesamt wurden dabei mehr als 840 Delikte geahndet.

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Die Mehrzahl der Motorradlenker fuhr laut Polizei „diszipliniert". Dennoch kam es zu hunderten Beanstandungen. (Symbolfoto)
© Pexels/Zszen John

Innsbruck – Bei einem länderübergreifenden Überwachungseinsatz der Polizei in Tirol, Salzburg, Vorarlberg, Kärnten und Südtirol wurden am Wochenende zahlreiche Delikte von Motorradlenkern beanstandet. Zwischen 13 und 19 Uhr kontrollierten die Beamten am Samstag tausende Lenker, die Mehrzahl habe „ein diszipliniertes Fahrverhalten" an den Tag gelegt. Jedoch wurden in Tirol und auf Zulaufstrecken aus den benachbarten Gebieten auch mehr als 840 Übertretungen geahndet – rein im Tiroler Gebiet waren es 583.

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Ergebnisse des Sondereinsatzes

Tirol:

  • 367 Geschwindigkeitsdelikte
  • 216 sonstige Delikte
  • Gesamt: 583 beanstandete MR-Lenker

Ergebnisse Zulaufstrecken Salzburg, Kärnten und Vorarlberg:

  • 187 Geschwindigkeitsdelikte
  • 72 sonstige Delikte
  • Gesamt: 259 beanstandete MR-Lenker

Die Mehrzahl der Delikte betraf Geschwindigkeitsüberschreitungen. Dazu kamen in einigen Fällen das Überfahren von Sperrlinien, die Missachtung von Überholverboten oder das Kurvenschneiden. Auch der ein oder andere Lenker mit zu hohem Lärmpegel durch technische Veränderungen wurde bestraft.

Polizei hebt einzelne Fälle hervor

Neben der Gesamtstatistik berichtete die Polizei in der Aussendung auch über einzelne Delikte in Tirol. So waren etwa auf der B171 im Ortsgebiet von Imst zwei Motorradlenker bei erlaubter Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h mit 100 bzw. 110 km/h unterwegs. Die Lenker wurden angezeigt. Bei Lärmmessungen am Hahntennjoch wurden zwei Biker mit einmal 107 dbA und einmal 98 dbA gemessen. Die beiden werden ebenfalls angezeigt.

Doch auch ein alkoholisierter Autofahrer ging der Polizei während der Schwerpunktaktion ins Netz. Auf der A12 bei Telfs war ein Lenker mit 1,48 Promille unterwegs. Ihm wurde der Führerschein an Ort und Stelle abgenommen.

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Ein tödlicher Unfall ereignete sich zudem am Samstag im Gemeindegebiet von Pettneu. Es war der bereits achte tödliche Motorradunfall in Tirol im heurigen Jahr. Die häufigsten Gründe für Unfälle sind laut Polizei überhöhte Geschwindigkeit, gefährliches Überholen, zu geringer Abstand zum Vorausfahrzeug, Unachtsamkeit und Fahrfehler. Immer wieder kommt es aber auch vor, dass andere Fahrzeuglenker Motorradfahrer übersehen und ihnen den Vorrang nehmen.

Die Polizei appelliert einmal mehr an Lenker, ihre Fahrweise den Straßenverhältnissen anzupassen. Es bedürfe zudem einem besonderen Maß an Rücksichtnahme von Motorradfahrern – speziell dann, wenn sie in Wohngebieten unterwegs sind. (TT.com)


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