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Diesel und Super: Ölpreise sinken, Tanken wieder etwas billiger

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Noch immer auf hohem Niveau, aber doch deutlich unter den Rekordwerten: Tanken ist aktuell in Österreich wieder etwas günstiger.
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Von Anna Haselwanter

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Singapur, Wien – Wer dieser Tage tankt, hat es vielleicht schon bemerkt: Die Ölpreise fallen, die Spritpreise ziehen nach. Der österreichweite Median lag am Montag für Diesel bei 1,739 Euro, für Super bezahlte man im Schnitt 1,719 Euro. Den günstigsten Diesel tankte man gestern Nachmittag für 1,684 Euro pro Liter in Klagenfurt, Super war mit 1,596 Euro in Krems am billigsten zu bekommen, schildert eine ÖAMTC-Sprecherin auf Nachfrage. Im Vergleich zu Anfang August spare man aktuell elf Euro bei einem 50-Liter-Tank. Allerdings: „Man darf aber nicht vergessen, dass das Preisniveau insgesamt noch sehr hoch ist, die Regierung also Maßnahmen ergreifen muss“, sagte die Unternehmens-Sprecherin.

Dass der Sprit wieder unter die 2-Euro-Marke – die er zu Rekordzeiten gesprengt hatte – gefallen ist, liegt an den schwachen Konjunkturdaten in China. Dort lagen sowohl die Einzelhandelsumsätze als auch die Industruieproduktion per Juli unter den Prognosen der Analysten – und das wirkt sich wiederum stark auf den Ölpreis aus. Dieser fiel zu Wochenbeginn deutlich, stieg gestern wieder leicht, aber lag mit 93,84 US-Dollar für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent und 88,50 US-Dollar für US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) signifikant unter den Rekordwerten von 130 US-Dollar pro Barrel, die das Rohöl im März kostete.

Neben den Corona-Beschränkungen in China, die für einen gefallenen Verbrauch im Inland sorgten, wirken sich auch die Gespräche rund um das Atomabkommen mit dem Iran auf den Ölpreis aus. Wird das Abkommen tatsächlich wiederbelebt, würde auch von dieser Seite wieder mit deutlich höheren Exportmengen zu rechnen sein. Bis vor Kurzem sah es zwar noch danach aus, als würden die Verhandlungen kurz vor dem Scheitern stehen – nun ist nicht mehr auszuschließen, dass es schon in wenigen Tagen zu einer Einigung kommen könnte. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hatte zuletzt betont, dass der Text für das Abkommen bereits stehe. Laut Irans Außenminister Hussein Amirabdollahian gibt es aber noch Punkte, die diskutiert werden müssten.

Darüber hinaus fördert Libyen bereits mehr Öl. In Anbetracht all dessen haben die Ölpreise aktuell also etwas weniger Spielraum nach oben.

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