Entgeltliche Einschaltung

Hoher Strompreis lässt in Pettneu tief blicken

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Pettneu – „Früher haben wir vier Cent für die Kilowattstunde Strom bekommen, jetzt sind es 27 Cent“, erzählt der Pettneuer Bürgermeister Patrik Wolf – andere schwitzen, die Gemeinde Pettneu profitiert aktuell von der massiven Teuerung am Energiemarkt. Immerhin produziert das gemeindeeigene Wasserkraftwerk 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Vor zwei Jahren, als der Strompreis noch im Keller lag, plante die Gemeinde das neue Gemeindezentrum, das sich derzeit noch im Bau befindet, mit dem selbst produzierten Strom zu beheizen. Damals sei das die günstigste Option gewesen, sagt Wolf. Nachdem der Strompreis so massiv gestiegen ist, hat man heuer noch mal nachgerechnet und speist die teure Energie künftig doch lieber ins Netz ein.

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Stattdessen setzt man zum Heizen künftig auf eine Erdwärmepumpe. Sieben 150 Meter tiefe Sonden werden derzeit am Vorplatz gebohrt – sie sollen in Zukunft 70.000 kW Wärme fördern. Den dadurch eingesparten Strom speist man ein und kann die zusätzlichen Investitionen in wenigen Jahren wieder hereinholen. Etwas mehr als 100.000 Euro investiert die Gemeinde an Eigenmitteln in das Projekt. Selbst wenn der Strompreis wieder auf zwölf Cent fällt, amortisiere sich das in nur zwölf Jahren, sagt der Dorfchef.

Derzeit befinden sich die Arbeiten am 5 Mio. Euro teuren Gemeindezentrum im Finale. Bis Herbst soll der Bau offiziell eröffnet werden. (mr)

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