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13 Verletzte bei Waldbränden in Spanien, Zug stoppt wegen Flammen

Der Zug musste seine Fahrt wegen starker Rauchentwicklung stoppen. Einige Passagiere sprangen in Panik aus den Waggons und wurden verletzt.

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Zwei Brände in der Region haben bereits insgesamt rund 15.000 Hektar Wald- und Buschland zerstört.
© ANDER GILLENEA

Porto – Bei verheerenden Waldbränden in der spanischen Region Valencia sind elf Passagiere eines Regionalzuges im Gebiet Bejís verletzt worden, darunter drei schwer. Auch zwei Feuerwehrleute seien verletzt worden, berichtete die Zeitung La Vanguardia am Mittwoch. Zwei Brände in der Region hätten bereits insgesamt rund 15.000 Hektar Wald- und Buschland zerstört. 2000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Auch in Portugal richteten Waldbrände bereits erhebliche Schäden an.

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Zu dem Zwischenfall mit dem Zug sei es am Dienstag gekommen, als dieser seine Fahrt wegen starker Rauchentwicklung rund 60 Kilometer nordwestlich von Valencia stoppten musste, um zum Startbahnhof zurückzukehren, berichteten die Nachrichtenagentur Europa Press und der staatliche TV-Sender RTVE. Einige Passagiere seien bei dem kurzen Stopp in Panik aus den Waggons gesprungen. Drei von ihnen erlitten schwere Verbrennungen, acht weitere wurden leichter verletzt, wie die Agentur und RTVE weiter berichteten. Die Flammen in der Region Bejís hätten bisher etwa 4000 Hektar Wald zerstört.

Die Brandbekämpfer hofften unterdessen auf Regen, den es möglicherweise in der Nacht zu Donnerstag geben sollte. Weiter südlich in der Region von Vall d'Ebo wütete weiter einer der verheerendsten Waldbrände der vergangenen zehn Jahre der autonomen Gemeinschaft Valencia. Dort habe das am Samstag ausgebrochene Feuer bereits 11.000 Hektar Wald zerstört, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE am Mittwoch unter Berufung auf Feuerwehrsprecher.

Ob auch Touristen in Sicherheit gebracht wurden, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Das Feuer wütete weniger als 50 Kilometer von Badeorten an der Costa Blanca entfernt. Die Rauchsäulen waren weithin zu sehen, die Aschewolken erreichten inzwischen nach Medienberichten auch die knapp 300 Kilometer entfernte Mittelmeerinsel Mallorca.

Waldbrand in Portugal zerstörte rund 24.000 Hektar Wald

Der verheerende Waldbrand im Naturschutzgebiet Serra da Estrela im Zentrum Portugals zerstörte indes ebenfalls rund 24.000 Hektar Wald. Mehr als 8000 Hektar gingen nach Daten des Europäischen Waldbrand-Informationssystems (Effis) allein seit Montag in Flammen auf. Rund 1200 Feuerwehrleute mit 400 Löschfahrzeugen kämpften am Mittwochmorgen weiter gegen die Flammen.

Das Feuer war am 6. August in der Nähe der Stadt Covilha nahe dem Naturschutzgebiet Serra da Estrela ausgebrochen.
© PATRICIA DE MELO MOREIRA

Das Feuer war am 6. August in der Nähe der Stadt Covilha nahe dem Naturschutzgebiet Serra da Estrela ausgebrochen. Am Wochenende war es unter Kontrolle gebracht worden, am Montag brach es jedoch erneut aus und breitete sich durch starken Wind angefacht weiter aus. Nach Behördenangaben wurden bisher 24 Menschen durch das Feuer verletzt, drei von ihnen schwer.

Im Zusammenspiel mit einer seit Monaten anhaltenden Dürre, großer Hitze sowie sehr trockener Luft kommt es bereits seit Juni vor allem im Süden Europas immer wieder zu Waldbränden. (APA/AFP)


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