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Tiroler ÖVP-Politiker vor der Wahl im U-Ausschuss

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Bauernbundobmann Josef Geisler wird am 15. September im Untersuchungsausschuss in Wien befragt.
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Vier Tiroler ÖVP-Politiker – Landeshauptmannstellvertreter und Bauernbundobmann Josef Geisler, Jungbauernobmann und Landtagskandidat Dominik Traxl, Parteigeschäftsführer Martin Malaun sowie Wirtschaftsbundobmann und Nationalrat Franz Hörl – wurden in den ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschuss im Parlament geladen. Im Vorfeld gab es darüber bereits heftige Kritik, die Tiroler SPÖ und die NEOS distanzierten sich von der Vorgangsweise ihrer Kollegen in Wien. Man wolle keinen Landtagswahlkampf auf dem Wiener Parkett, hieß es. Geisler, Traxl und Malaun werden jetzt am 15. September, also eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl, befragt.

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„Für mich ist dieser wahlkampftaktische Schachzug der Opposition auf Bundesebene an parteipolitischer Deutlichkeit nicht mehr zu überbieten. Es ist mehr als offensichtlich, dass all jene Personen, die direkt mit der Tiroler Landtagswahl in Verbindung stehen, wenige Tage vor der Wahl öffentlich wirksam vor den U-Ausschuss gezerrt werden sollen“, übt ÖVP-Klubchef Jakob Wolf heftige Kritik. Aus seiner Sicht sollten damit einzelne Kandidaten, aber auch die Tiroler Volkspartei im Gesamten beschädigt werden. „Denn bislang fehlt eine nachvollziehbare und schlüssige Erklärung, warum Tirol überhaupt in die Niederungen des Wiener U-Ausschusses gezogen wird.“


In der Südtiroler Volkspartei (SVP) blieb bei der Nominierung der Kandidaten für die Parlamentswahlen am 25. September die Zerreißprobe aus. Meinhard Durnwalder und Julia Unterberger (für den Senat) sowie Manfred Schullian, Renate Gebhard und Dieter Steger (für die Abgeordnetenkammer) werden sich bei den Wahlen am 25. September 2022 in den verschiedenen Wahlkreisen um einen Sitz im Parlament bewerben. Der SVP-Ausschuss bestätigte gestern die Kandidaten. Unterberger und Schullian, Unterstützer von Landeshauptmann Arno Kompatscher, setzten sich gegen ihre Gegenkandidaten durch. Damit wurde auch Kompatscher gestärkt. Am Mittwoch hat die SVP noch ein eigenes Antreten im mehrheitlich italienischsprachigen Senatswahlkreis Bozen-Unterland beschlossen. (pn)

Auch LH Arno Kompatscher wurde indirekt gestärkt.
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