Schafe und Ziegen: Mähende Landschaftspfleger auch im Tal
Ohne Schafe und Ziegen würden viele Almen in Tirol völlig anders aussehen. Die Tiere verhindern nicht nur die Verbuschung, sondern leisten zudem einen Beitrag zum Schutz vor Naturgefahren – und das sogar im Tal.
Von Nikolaus Paumgartten
Innsbruck – Das „Muh“ und „Mäh“ ist für viele das „A“ und „O“ im Bergsommer. Denn das liebe Vieh gehört für Einheimische und Touristen ebenso unverzichtbar zu den Almen wie Glockengebimmel, Radler, Kaiserschmarrn und Kaspressknödel. Doch nicht nur Kühe, sondern besonders auch Schafe und Ziegen sind weitaus mehr als Lieferanten für eine stimmige Geräuschkulisse auf den heimischen Almen. Die Tiere sind wahre Alleskönner, wenn es darum geht, im Gebirge die Artenvielfalt und den Schutz vor Naturgefahren zu erhalten. Eine Tatsache, die in der Diskussion um die Rückkehr des Wolfs, um Entschädigungszahlungen, Herdenschutz und Beutegreifermanagement oft zu kurz kommt, meint Josef Lanzinger, Obmann des Tiroler Almwirtschaftsvereins.
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