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Mercedes EQB: Elektrisierender Familien-Stern

Mercedes setzt seine SUV-Modelle sukzessive unter Strom. Nach den elektrischen EQA- und EQC-Modellen rollt nun auch der auf dem GLB aufbauende EQB in die Schauräume der Händler.

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Die schwarze Front ist inzwischen das Erkennungsmerkmal, das alle elektrisierten Sterne eint. Ansonsten unterscheidet sich der EQB kaum von seinem verbrennenden Zwilling.
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Von Lukas Letzner

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Bach – Obwohl die elektrische Revolution schier unaufhaltsam auf uns zurollt, wurden Familien beim Thema Elektroauto bisher außen vor gelassen. Vor allem kinderreiche Familien oder solche, die einfach nur viel Platz brauchen, mussten bisher sehr tief in die Tasche greifen, und dann war ja da noch das Thema Reichweite. Mit dem kompakten Mercedes EQB nehmen die Schwaben genau diese Zielgruppe ins Visier, denn bei ihm hat man die Wahl zwischen sieben Sitzen oder einem ordentlichen Gepäckraum. Wir haben daher den Mercedes EQB 350 4Matic kürzlich auf seine Familientauglichkeit überprüft.

Von außen unterscheidet sich der EQB kaum von seinem verbrennenden Zwilling. Lediglich der schwarze Kühlergrill, der aerodynamisch optimiert wurde, die aerodynamischen Felgen und eine neue Heckklappe mit durchgehendem Leuchtband signalisieren uns, dass hier die Batterie-Version vor uns steht. Auch in Sachen Bedienkonzept wird der Elektro–Novize vor keine Überraschungen gestellt. Wer die Bedienung der neueren Sternenkreuzer kennt, findet sich auch im EQB auf Anhieb zurecht. Lediglich die Navigation optimiert Route und Reichweite und plant die notwendigen Power-Naps gleich mit ein.

Das Platzangebot im Inneren kann sich schließlich wirklich sehen lassen. Man sitzt sowohl vorne als auch hinten äußerst bequem, hat eine ausgezeichnete Übersicht, und das, obwohl die Sitze eigentlich (je nach Einstellung) relativ niedrig montiert sind. Das verschafft selbst für große Insassen sehr viel Kopffreiheit und das Panoramaglasdach verstärkt diesen Eindruck zusätzlich. Im Standardtrim mit zwei aufrechten Sitzreihen lässt die steile, weit aufschwingende Heckklappe übrigens 675 Liter Gepäck verschwinden. Die dreiteilige Rückbank – die sich zudem verschieben lässt – erhöht die Variabilität zusätzlich. Ein entscheidendes Argument, wenn man mit vielen Kindern unterwegs ist. Wie bereits erwähnt, kann man den Gepäckraum aber auch in zusätzliche Sitzplätze verwandeln. Ein Erwachsener wird sich dort zwar nicht wohlfühlen, bis 160 Zentimeter Körpergröße sitzt man aber äußerst bequem. Isofix ist übrigens auch auf den zusätzlichen Sitzen vorhanden. Der Stauraum schrumpft dann zwar deutlich, 130 Liter bleiben aber dennoch übrig.

Angetrieben wird unser Mercedes EQB – der 4Matic sei’s gedankt – von zwei Elektromotoren, von denen einer die Arbeit an der Vorder-, der andere an der Hinterachse übernimmt. Das Gespann bringt es auf 215 kW Leistung (292 PS) und beschleunigt den 2,2 Tonnen schweren Elektro-Stern in etwas mehr als sechs Sekunden auf Landstraßen-Tempo. Man verzichtet also auf die irrwitzigen Beschleunigungsorgien, die so manche Elektriker ermöglichen, sondern bleibt diesbezüglich am Boden der Realität. Zudem wird der elektrische Lademeister stets bei 160 km/h elektronisch begrenzt. Beides kommt der Reichweite zugute, die Mercedes mit 420 Kilometern angibt. Wir sind bei diversen Ausfahrten, wovon uns eine übers Hahntennjoch führte, auf 300 Kilometer gekommen. Der Verbrauch lag im Schnitt bei rund 21 kWh. Spätestens dann haben wir uns nach der nächsten Lademöglichkeit umgesehen. Von zehn Prozent bis zur Vollladung dauert es bei 11 kW unter sechs Stunden, unter optimalen Bedingungen (also etwa auch 100 kW Kapazität an der Säule) reichen 32 Minuten für eine 80-Prozent-Füllung. Wer sich für den Mercedes EQB interessiert, muss wissen, dass er ab 56.046 Euro erhältlich ist. Unser EQB war fast voll ausgestattet und kostete 76.544 Euro.

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Die Technik

Motor: zwei Elektromotoren

Batteriekapazität: 66,5 kWh

Drehmoment: 605 Nm ab 0 U/min

Leistung: 215 kW/292 PS

L/B/H: 4684/2020/1667 mm

Gewicht: 2175/2580 kg

Kofferraumvolumen: 675–1710 l

Laden DC: max. 100 kW

Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h

0–100 km/h: 6,2 Sekunden

Testverbrauch: 20,5 kWh/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis: 76.544 Euro

CO2-Emission: 0 g/km


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