Gute Stimmung wie am Hahnenkamm beim TT-Café in St. Johann
Spannende Gäste und ein gemütliches Frühstück: Beim Tourstopp am St. Johanner Hauptplatz gab es gute Stimmung wie beim Hahnenkammrennen.
Von Michael Mader
St. Johann i. T. –Pünktlich zum Beginn des TT-Café-Tourstopps am St. Johanner Hauptplatz blitzte gestern die Sonne heraus. Gerade richtig für das Gratisfrühstück. Über den Vormittag hinweg genoss das Publikum 3800 Tassen Kaffee von Testa Rossa caffè, 2800 Stück Brot und Gebäck aus der Hofer Backbox und 1100 Flaschen Silberquelle-Mineralwasser.
TT-Chefredakteur Mario Zenhäusern und Moderatorin Anita Kapferer servierten zum Frühstück ein buntes Interviewprogramm von der Politik über Kultur, Wirtschaft und Sport. Nur einmal musste der Chefredakteur kurz das Ruder aus der Hand geben, als Michael Huber, Präsident des Kitzbüheler Skiclubs, und Sportmoderator Stefan Steinacher die Bühne betraten. Ganz nach Hahnenkamm-Manier wurde mit langsamen und dann immer schneller werdendem Klatschen gute Stimmung im Publikum erzeugt. Huber hofft, dass die nächsten Hahnenkammrennen wieder mit voller Publikumsbeteiligung über die Bühne gehen können. Kritisch sieht er als neues Mitglied des alpinen Weltcup-Komitees Neuerungsvorschläge von FIS-Präsident Johan Eliasch.
Der gebürtige Fieberbrunner Stefan Steinacher hat zuletzt den Moto-GP und die Formel-1 in Spielberg moderiert. Auf die Frage von CR Zenhäusern, was er noch gerne moderieren möchte, antwortete er: die US Open.
Politisch wurde es beim TT-Café mit den Bürgermeistern Stefan Seiwald und René Schwaiger. Ersterer bezeichnete das Amt als eines der ehrenvollsten und sein erneuter Wechsel sei mit dem früheren St. Johanner Bürgermeister Hubert Almberger abgesprochen gewesen. Kritisch sieht er den voraussichtlichen Denkmalschutz beim Hof Unterbürg: „Der Hof ist sechs oder sieben Jahrzehnte dem Verfall preisgegeben gewesen. Jetzt werden wir ihn wohl revitalisieren müssen.“
Sein Westendorfer Amtskollege will ebenfalls revitalisieren. Allerdings geht es dabei um den Erhalt des Schwimmbades. Steigender Wohnbedarf ist ein Thema, das beide auf der Agenda haben.
Die Leiterin des Start’n Gründercenters in Kitzbühel, Helene Stanger, stand dann gemeinsam mit dem Gründer der Friendsfactory in München und Investor im Startercenter, Gregor Gebhardt auf der Bühne. Stanger erklärte, dass Start’n eine Plattform für alle Gründer in der Region sei. Kostengünstige Büroflächen und ein „Netzwerk“ würden zur Verfügung gestellt. „Wir haben ungefähr 800 Quadratmeter Bürofläche und Räume ab 18 bis 34 Quadratmeter“, erklärte Gebhardt. 23 der 26 seien aber schon belegt, weshalb bereits an eine Aufstockung des Gebäudes gedacht werde. Der Berliner ist wegen der Liebe nach Tirol gekommen und wohnt jetzt in Going.
Ebenfalls wegen der Liebe von Bamberg nach Tirol kam Katharina Königsfeld, die sowohl Klavier als auch Orgel im künstlerischen Hauptfach studierte und die Orgelakademie in Kitzbühel veranstaltet. Sie stand beim TT-Café zusammen mit Birgit Hofer vom St. Johanner Dance Alps Festival Rede und Antwort. Beide Damen berichteten davon, dass es nach den Corona-bedingten Pausen spürbar gewesen sei, dass die Leute unbedingt wieder Konzerte gehen wollten oder mit Begeisterung bei Tanzveranstaltungen dabei waren. Während Königsfeld während Corona ihr Instrument besser kennen lernte, gab Hofer Online-Tanzunterricht. Beide konnten sich vorstellen, auch gemeinsam etwas zu veranstalten: Orgelspiel und Tanz.
Spannend wurde es dann auch noch einmal beim TT-Café, als Glücksengerl Leon und Jonas die Gewinnerinnen zogen: Über ein Testa-Rossa-Genussset samt Kaffeemaschine durfte sich Monika Aigner freuen, der 300-Euro-Gutschein des Einkaufszentrums Dez ging an Claudia Deane.