IBM-Chef Porak: „Aufschieben hätte bedeutet, Marktanteile zu verlieren“
IBM-Chef Marco Porak über den Stand der Digitalisierung in Österreich und die Notwendigkeiten im Umgang mit der Krise.
Alpbach – IBM ist ein Unternehmen mit einer über 100-jährigen Geschichte. Nun hat sich der Technologie-Gigant – inmitten der aktuellen Krise – neu erfunden, wie IBM-Österreich-Chef Marko Porak erklärt. Unter anderem hat IBM vor drei Jahren den Open-Source-Spezialisten Red Hat gekauft, der mit seinem Red Hat Enterprise Linux weltweit als Marktführer unter den Linux-Distributionen gilt. Zudem hat IBM einen Teil des eigenen Unternehmens abgespalten und als eigenständige Firma an die Börse gebracht. Kyndryl beschäftigt weltweit rund 90.000 Mitarbeiter und erzielte 2021 einen Umsatz von rund 19 Mrd. Dollar. Die traf Marco Porak zum Gespräch in Alpbach.
Was sind die Hintergründe für die doch massiven Veränderungen bei IBM?
Marco Porak: Wir gehen davon aus, dass die so genannte Hybrid Cloud die Zukunft ist. Das heißt, unsere Kunden werden zwar Teile ihrer IT immer im eigenen Haus behalten, aber große Bereiche in Cloud-Rechenzentren auslagern. Wir sehen darin ein enormes Potenzial, weil die öffentlichen Clouds unter anderem die Möglichkeit bieten, flexibel und schnell zu skalieren, um zum Beispiel ein neues Produkt auf den Markt zu bringen. Dieses Zusammenspiel unterschiedlicher Plattformen führt aber auch zu mehr Komplexität im Management. Und das ist genau das Thema, mit dem wir uns als IBM befassen.
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