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Komponist Thomas Larcher: „In Tirol wird alles mit Geld sediert“

Thomas Larcher, Jg. 1963, lebt in Schwaz. Er hat sich als Komponist international einen Namen gemacht. Larcher ist Träger u. a. des Großen Österreichischen Staatspreises und des Tiroler Landespreises für Kunst.
© Eduardus Lee

Der Schwazer Thomas Larcher komponiert für renommierte Orchester und Konzerthäuser weltweit. Die Lage der Kultur in seiner Heimat sieht er kritisch. Er vermisst hier den Mut, Neues zu wagen.

Wahlkampf in Tirol, Kultur spielt eine Mini-Rolle. Immerhin hat Felix Mitterer mit seinem angekündigten Exodus eine Debatte über die Tourismusabgabe angestoßen: KünstlerInnen sollten diese nicht bezahlen müssen. Wie hoch ist Ihre Tourismusabgabe?

Thomas Larcher: Rund 40 Euro im Jahr, das ist verkraftbar. Ohne Touristiker hätte Felix Mitterer doch keinen Stoff, über den er schreiben könnte. Er müsste glatt noch einmal 40 Euro drauflegen, damit sie sich weiter anstrengen, ihm Stoff zu liefern. Natürlich kann man die Abgabepflicht für Künstler hinterfragen. Aber Tourismusverbände fördern und bewerben ja auch Kultur-events wie Mitterers langjährige Spielwiese, die Telfer Volksschauspiele. Vielleicht schmerzt es manche so genannten KünstlerInnen, mit dem Tourismus in Verbindung gebracht zu werden. Die Verflechtungen sind nun einmal mannigfaltig und nicht auf diese Abgabe beschränkt.

Es gibt nach der Wahl einen neuen Kulturlandesrat bzw. -landesrätin. Amtsinhaberin Beate Palfrader (ÖVP) tritt nicht mehr an. Wo muss der oder die Neue kulturpolitisch anpacken?

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