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Richtig atmen: Die heilsame Energie aus der eigenen Lunge

Eine ideale Atmung per se gibt es übrigens nicht.
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Der Mensch atmet oft falsch. Das kann zu Migräne, Blähungen oder Schlafstörungen führen. Von der hohen Bedeutung des richtigen Atemzuges, der auch für eine Lungenkrebspatientin den großen Unterschied macht.

Von Andrea Wieser

Heute schon geatmet? Natürlich! Das ist auch auf den ersten Blick eine wirklich blöde Frage! Jeden Tag atmet der Mensch über 20.000-mal ein und aus. Unbewusst. Das erhält uns am Leben. Leider atmen wir dabei oft flach, hektisch, aufgeregt oder zu kurz. Das ist nicht nur anstrengend, sondern auch ungesund, meint der Facharzt für Pneumologie und Innere Medizin Frank Reichenberger aus Oberbayern. Der Professor von der Universität Gießen hat sich gemeinsam mit seiner Patientin Cornelia Eyssen in einem Buch der Herausforderung gestellt, das sehr komplexe System anschaulich darzustellen.

„Atmung ist willkürlich und unwillkürlich möglich“, sagt Reichenberger. Das sei per se schon relativ ungewöhnlich für den menschlichen Körper. „Den Herzschlag bewusst zu kontrollieren, ist zum Beispiel nur in sehr seltenen Fällen möglich“, zieht er den Vergleich zwischen den zwei lebensnotwendigen Organen Lunge und Herz. Aber damit nicht genug. „Die Atmung ist ein interessanter Vorgang, er deckt viele, sehr unterschiedliche Bereiche im menschlichen Körper ab“, erklärt der Mediziner weiter. Das reiche von der Sauerstoffversorgung bis zum Sprechvermögen.