Felssturz in Längenfeld: Gesteinsbrocken verfehlten Häuser nur knapp
Riesige Gesteinsbrocken donnerten in der Nacht auf Freitag in Längenfeld von einem Hang ins Siedlungsgebiet, laut ersten Informationen wurde sogar ein Schutzzaun durchbrochen.
Längenfeld – Das Grollen dürfte ohrenbetäubend gewesen sein: Ein Felssturz hat in der Nacht auf Freitag in Längenfeld vermutlich einige aus dem Schlaf gerissen. Riesige Gesteinsbrocken donnerten von einem Hang in Oberlängenfeld in eine Gemeindestraße im Siedlungsgebiet, sogar ein eigens dafür errichteter Schutzzaun soll durchbrochen worden sein. Laut Polizei Sölden ist niemandem etwas passiert.
Beim Anblick der Bilder grenzt das fast an ein Wunder. Mindestens 70 Meter dürften die tonnenschweren Felsbrocken zurückgelegt haben, bevor sie in der asphaltierten Sackgasse direkt an der Grenze zu einem Grundstück einschlugen. Nur knapp wurden die angrenzenden Wohnhäuser verfehlt.
Laut Auskunft von Längenfelds Bürgermeister Richard Grüner wurde dabei glücklicherweise niemand verletzt, es entstanden Sachschäden an Zäunen, Mauern, Straße sowie einem Schuppen. Diese seien jedoch nicht gravierend, so Grüner. Die Bewohner des betroffenen Hauses wurden evakuiert und durften zunächst nicht mehr zurück in das Gebäude.
Nach einer ersten Begutachtung von Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung fand am Freitagnachmittag ein Erkundungsflug mit dem Landesgeologen Thomas Figl statt. Danach hob er die Evakuierung zum Teil auf. „Der talseitige Bereich des betroffenen Hauses kann wieder bewohnt werden, der bergseitige Bereich und die Zufahrtsstraße zwischen Haus und Hang bleiben gesperrt“, erklärte Figl. Am Montag sollen weitere Maßnahmen festgelegt werden, „damit auch das Schutznetz schnell instand gesetzt werden kann“, so Figl. (TT.com, np)