Zu Gast beim FC Chelsea: Die Bullen feilen am blauen Wunder
Salzburg muss heute (21 Uhr/live Sky und ServusTV) beim FC Chelsea, Champions-League-Sieger 2021, wieder einmal über sich hinauswachsen.
London – Nach dem 1:1 gegen den AC Milan wird das heutige Gastspiel bei den Blues des FC Chelsea für Red Bull Salzburg gewissermaßen auch ein Schuss ins Blaue – denn nach der Wachablöse von Thomas Tuchel, dem die 0:1-Niederlage zum Auftakt bei Dinamo Zagreb zum Verhängnis wurde, und dem abgesagten Premier-League-Spieltag nach dem Tod von Queen Elizabeth lässt sich schwer erahnen, zu welchen Umstellungen und taktischen Maßnahmen der neue Coach Graham Potter greift.
Die Papierform – Chelseas Kader ist 800 Millionen schwer – spricht wie schon gegen Milan und wie so oft in der Königsklasse gegen Salzburg. „Chelsea ist ein absolutes Weltklasseteam, das ja nicht zufällig die Champions League (2021) gewonnen hat. Man muss sich nur den Kader anschauen – das ist überragende individuelle Qualität auf jeder Position“, weiß Salzburg-Coach Matthias Jaissle.
⚽ Champions League, 2. Runde
📆 Mittwoch
- 🟢 Gruppe A: 21:00 Uhr: Glasgow Rangers - SSC Napoli
- 🟢 Gruppe E: 18:45 Uhr: AC Milan - Dinamo Zagreb, 21:00 Uhr: Chelsea - Red Bull Salzburg (live auf ServusTV)
- 🟢 Gruppe F: 18:45 Uhr: Schachtar Donezk - Celtic Glasgow, 21:00 Uhr: Real Madrid - RB Leipzig
- 🟢 Gruppe G: 21:00 Uhr: FC Kopenhagen - FC Sevilla, 21:00 Uhr: Manchester City - Borussia Dortmund
- 🟢 Gruppe H: 21:00 Uhr: Maccabi Haifa - Paris St. Germain, 21:00 Uhr: Juventus Turin - Benfica Lissabon
📺 Alle Spiele werden live auf Sky übertragen.
Aber: Salzburg hat seit Jahren eine überragende DNA, verfolgt einen klaren Plan und weicht von den eigenen Prinzipien nicht ab. Das musste in der Saison 2019/20 auch der FC Liverpool spüren, der sich nach einem denkwürdigen Fußball-Abend nur knapp mit 4:3 durchsetzen konnte.
Salzburgs Kader ist ohne Stars wie Haaland leichter geworden. Das Fehlen der beiden Innenverteidiger Max Wöber und Oumar Solet macht die heutige Aufgabe auch auf keinen Fall leichter. Dennoch ist die Lust bei den Bullen um den Schweizer Teamspieler Noah Okafor groß, weiterhin für Überraschungen zu sorgen.
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„Wir messen der Auftaktniederlage von Chelsea in Zagreb eigentlich keine Bedeutung bei. Viel eher ist es wohl der Fall, dass sie jetzt daheim unbedingt gewinnen müssen und damit noch gefährlicher sind“, weiß Salzburgs Angreifer Fernando. Das positive Gefühl vom Auftakt gegen den AC Milan, als man in der zweiten Halbzeit auch schon ohne Wöber und Solet verteidigt hat, darf man aber an die Stamford Bridge mitnehmen. Dort, wo mit dem Gastspiel nicht nur für Coach Matthias Jaissle ein „Traum in Erfüllung“ geht: „Wir wollen uns nicht verstecken, sondern mutig und frech sein“, lautet das uneingeschränkte Credo. Der Druck liegt bei den Blues-Stars um Sterling, Havertz oder Mount. Die Bullen feilen in London am großen, blauen Wunder. (lex)
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