Bezirk Lienz

Neue Osttiroler Porzehütte ist für den Mittwochs-Stau gerüstet

Die Porzehütte am Karnischen Höhenweg ist umgebaut und vergrößert worden. Das war wegen des großen Andrangs nötig.
© Herbert Mader

Die Hütte liegt in der Mitte des Karnischen Höhenwegs, Wanderer von Ost und West treffen dort aufeinander. Ein Ausbau schafft mehr Platz.

Von Catharina Oblasser

Obertilliach – Der Karnische Höhenweg verläuft von der Sillianer Hütte in Osttirol bis zum Kärntner Plöckenpass und weiter zum Nassfeld. Entlang der Wanderroute gibt es Schutzhütten zum Übernachten, unter anderem die Porzehütte auf 1942 Metern Seehöhe.

Zentraler Stützpunkt

Die Besonderheit dieser Unterkunft, die dem Alpenverein Austria gehört, ist folgende: „Sie liegt in der Mitte der Strecke zwischen Plöckenpass und Sillianer Hütte“, sagt Vorsitzender Fritz Macher. „Die Wanderer, die diese Strecke gehen, treffen sich immer Mitte der Woche in der Porzehütte. Egal, ob sie von Osten oder Westen kommen.“ Die Hütte im Gemeindegebiet von Obertilliach sei ein zentraler Stützpunkt, meint Macher. „Mittwoch ist der stärkste Tag. Da sind beide Gruppen von Wanderern dort, sowohl von der einen als auch von der anderen Seite.“ Der Austria-Vorsitzende fügt hinzu: „In den letzten zehn Jahren ist der Zustrom an Gästen immer größer geworden.“

Deshalb hat sich die Austria entschlossen, die Hütte zu modernisieren und zu erweitern. Jetzt gibt es sieben Zimmerlager für jeweils fünf Personen und vier Räume für je sieben Personen. Neue Sanitäreinrichtungen, eine neue Pächterwohnung und höhere Räume bieten mehr Qualität. Außer den betonierten Kellerräumen ist der gesamte Neubau als Holzbau in moderner Brettsperrholztechnik und mit einer Fassadenverkleidung aus Lärchenschindeln ausgeführt. Rund 900.000 Euro hat der Alpenverein Austria in den gesamten Ausbau gesteckt, erklärt Macher.

Eröffnung am 23. September

Die feierliche Eröffnung findet am Freitag, den 23. September, in der Hütte statt – Corona-bedingt mit Verspätung. Die Bauarbeiten haben schon 2020 begonnen, erzählt Hüttenwirt Peter Auer. „Beginn war am 25. April, fertig waren wir am 18. Juli. Das war wirklich nicht leicht. Aber die heimischen Betriebe, die mitgearbeitet haben, waren so gewissenhaft, fleißig und professionell, dass es geklappt hat. Sogar bei allerschlechtestem Wetter haben sie weitergemacht.“

Obwohl es auf der Porzehütte nach dem Ausbau mehr Platz gibt, ist ein „Übernachtungs-Management“ unerlässlich. „Es gibt ein Reservierungsportal für die Schlafplätze. Wir empfehlen dringend, es zu nützen“, appelliert Peter Auer an die Wanderer am Karnischen Höhenweg. „Je mehr Leute vorher reservieren, desto besser können wir bei den Vorräten und beim Personal planen. Die Mitarbeiter haben auch ein Recht auf Freizeit.“ Bis vier Tage vor der Anreise sei eine Stornierung überdies gratis.

Zur Sektion Austria gehören fünf weitere Hütten am Karnischen Kamm. Insgesamt ist sie für den Erhalt von 20 Häusern zuständig.