Tiroler Grüne für Markteingriff wegen hoher Mieten
Maßnahmen wie eine Mietpreisgrenze und ein Vorkaufsrecht für die öffentliche Hand könnten die Lage entschärfen, so Spitzenkandidat Gebi Mair. Dazu brauche es einen Schulterschluss von Stadt, Land und Bund.
Innsbruck – Tiroler Grün-Politiker haben sich vor der anstehenden Landtagswahl für einen Markteingriff der Politik wegen der hohen Mieten ausgesprochen. Für leistbares Wohnen will man etwa mit Maßnahmen wie einer Mietpreisgrenze und einem Vorkaufsrecht von Grundstücken, die im Eigentum von landes- bzw. bundeseigenen Unternehmen stehen, für die öffentliche Hand sorgen. Dazu brauche es auch einen Schulterschluss von Stadt, Land und Bund sowie aller Parteien, hieß es am Freitag.
Auch die gemeinnützigen Wohnbauträger will man bestenfalls parteiübergreifend stärker in die Pflicht nehmen. "Sie sollen für leistbares Wohnen und leistbare Mieten sorgen, nicht spekulieren", meinte dazu Spitzenkandidat Gebi Mair. Indem man dieser Grundaufgabe der "Gemeinnützigen den Vorrang gibt", könne auch mehr leistbarer Wohnraum entstehen, so Mair bei einer Pressekonferenz in Innsbruck.
Dem schloss sich auch die grüne Nationalrätin und Wohnbausprecherin Nina Tomaselli an. Den "Gemeinnützigen" komme eine wichtige Aufgabe zu, weil man das Thema "Wohnen nicht völlig dem freien Markt überlassen darf", so Tomaselli. Zusätzlich forderte sie die Etablierung des "grünen Mietrechtsmodells". Mit diesem gebe es beispielsweise Abschläge für Mietwohnungen, die älter als 25 Jahre alt seien, so die Nationalrätin.
Der grüne Bürgermeister der Stadt Innsbruck, Georg Willi, stellte sich darüber hinaus eine Art übergeordnete Transparenz-Offensive vor. "Mieter sollen dann ganz genau wissen, in welchem Haus sie wohnen und welche Mietzinsgrenzen gelten", so der Bürgermeister. Diese Transparenz komme auch Vermietern zugute, denn diese wüsste damit exakt welche Mietzinsgrenzen vorliegen würden, strich Willi heraus. (TT.com, APA)
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