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Purosangue: Viertüriger Ferrari ohne Kompromisse

Der Purosangue verblüfft mit hinten angeschlagenen Fondtüren, Rennstreckentauglichkeit und dem Fokus auf einen V12-Benziner.

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Die Fondtüren des Purosangue, hinten angeschlagen, fallen kaum auf.
© Ferrari

Pisa – Sie möchten ihn weder als Sport Utility Vehicle noch als Crossover bezeichnen, gleichwohl findet der Purosangue in diesem gehobenen Milieu in den Augen der Ferrari-Verantwortlichen seine Konkurrenten. Ob DBX von Aston Martin, Urus von Lamborghini oder Bentayga von Bentley – mit diesen wird sich das italienische „Vollblut“ (deutsche Bezeichnung für Purosangue) messen, auch wenn Ferrari mit ihm ein neues Marktsegment schaffen möchte.

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Dass die Zuständigen aus Maranello in erster Linie darauf bedacht waren, dem Hochbau athletische Manieren angedeihen zu lassen, wird schnell ersichtlich: Denn unter der langgezogenen Motorhaube des 4,98-Meter-Bolliden gibt ein V12-Benziner sein Bestes. Dem hat Ferrari ein Beatmungsschema à la Turbolader verwehrt, stattdessen verfügt das Aggregat über eine Sauganordnung. Ein künftiger Purosangue-Eigner braucht sich allerdings nicht zu ängstigen, er könnte im Drehzahlkeller verhungern. Schon bei etwas mehr als 2000 Umdrehungen sollen nach Ferrari-Angaben bereits 80 Prozent des maximal verfügbaren Drehmoments von 716 Newtonmetern verfügbar sein. Die Drehmomentspitze erreicht der Purosangue bei 6250 Touren – gefolgt von der Leistungsspitze von 725 PS, die ab 7750 Umdrehungen/Minute parat steht.

In lediglich 3,3 Sekunden stürmt der Zweitonner von null auf 100 km/h, in 10,6 Sekunden gelingt ihm der Sprint von null auf 200 km/h. Mehr als 310 km/h sind möglich, Verbrauchswerte (und CO2-Emssionen) sind noch nicht bekannt.

Die Längsdynamik dürfte der Purosangue also beherrschend, die Querdynamik dürfte ihm ebenso liegen. Dafür sorgen ein Allradantrieb und eine ausgewogene Gewichtsverteilung (49 Prozent vorne, 51 Prozent hinten). Die Austarierung ist eine Folge der Entscheidung für eine Frontmittelmotoranordnung in Verbindung mit einem Transaxle-Getriebe (hinten). Was für das flotte Vorankommen ebenso hilfreich ist: ein neues adaptives Dämpfersystem mit Wankausgleich.

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Zu den bemerkenswerten Eigentümlichkeiten des Purosangue zählen unter anderem das Fehlen eines gewöhnlichen Kühlergrills (Lufteinlässe im unteren Frontbereich gibt es gleichwohl), die serienmäßige Bestückung mit vier beheizbaren Sitzen, der größte jemals in einem Ferrari verwendete Kofferraum (mit 473 Liter Stauvolumen) und ein hochwertiges Burmester-Soundsystem.

Innen finden wir im Weiteren volldigitale Bildschirme, luxuriös anmutende Materialien. Außerdem gibt es eine erkleckliche Anzahl an Fahrerassistenzsystemen, die den Purosangue so sicher wie möglich machen sollen: Spurhalteassistent, Abstandsregeltempomat, Totwinkelassistent – ja selbst eine Bergabfahrhilfe, für einen Ferrari bis dato ungewöhnlich, ist Bestandteil des Neulings aus Maranello. (hösch)


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