Jazzknödel ist 100 Konzerte alt und will mehr
Imst – Nein, das hätten sie sich nicht im Entferntesten vorstellen können, die vier Jazz-beseelten Herren Peter Reinthaler, Helmut Schöpf, Bruno Thaler und Harry Winkler, als sie gemeinsam mit Hannes Staggl, dem Hirschen-Wirt, vor elf Jahren das Konzertformat „Jazzknödel“ ins Leben riefen und jüngst die 100. Auflage feierten. Als Plattform für junge Jazzmusiker gedacht, war inzwischen so manche österreichische Jazzgröße zu Gast in Imst. „Das Lokal war noch nie so voll, außer bei der Fasnacht“, beteuerte Hausherr Hannes Staggl angesichts des Besucherandrangs. Wie auch Hauptorganisator Peter Reinthaler zeigte er sich vom Umstand, dass alle Konzerte ohne jegliche finanzielle Förderung realisiert werden konnten, begeistert. Ausschließlich von freiwilligen Spenden der Konzertbesucher getragen, überlebte die einmalige Einrichtung in Sachen Jazz im Oberland. Zum 100er freilich, mit einem Großaufgebot von Musikern, war man angesichts der außergewöhnlichen Dimension froh um eine Unterstützung von Sponsoren und von Seiten des Landes Tirol. Das Programm oblag einmal mehr Sax-Großmeister Florian Bramböck, der in der Funktion eines „Musikdirektors“ Christian Wegscheider, Yvonne Moriel, Flo Hupfauf, Jakob Zimmermann, Florian Baumgartner, Mirko Schuler und Martin Schweissgut Aufstellung nehmen ließ. Als Special Guest verzauberte Sängerin Melanie Bong das Publikum mit ihren Gypsy-Melodien und Latin-Jazz. „Wir Knödler betreiben Kultur als Ehrenamt. Die nächsten Jazzknödelabende sind bereits fixiert. Ob wir die 200 erreichen? Mit unserem Publikum und diesem Team ist alles möglich!“, so „Knödler“ Christian Novak. (hau, top)
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