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Dacia Duster III und Bigster: Abschied vom Billig-Image

Die Renault-Submarke Dacia definiert sich neu, mit reduziertem Design und gesteigerter Wertigkeit. Der Duster III startet 2024, der Bigster 2025.

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Dacia Bigster: Der nächste franko-rumänische SUV firmiert in der Kompaktklasse, noch steckt er im Studien-Stadium.
© Keckeis-Hiller

Von Beatrix Keckeis-Hiller

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Paris – Manch ein Projekt verselbstständigt sich. Wie Dacia. Eine noch kurze, doch erfolgreiche Geschichte. Die rumänische Marke, 1966 gegründet, machte sich hierzulande anfangs am ehesten mit urtümlichen Pick-ups auffällig. 1999 stieg, nach wechselnden Kooperationen mit etablierten Marken, Renault ein. Hitverdächtig machte sich das Label erstmals ab 2004, mit dem Stufenheckfahrzeug Logan: ein Kompakter, aus Renault-Entwicklung (es gab auch einen Pick-up), mit basaler Technik, zu einem unschlagbaren Preis. Was die mit rudimentärem Image konnotierte Marke zwar mit einem Billig- oder – dezenter ausgedrückt – Diskont-Image behaftete, doch zu einem rasanten Erfolg führte, bei privaten Kunden.

Das mit dem Billigen begann Dacia spätestens ab der Einführung des Duster (2010) Schritt für Schritt abzuschütteln. Der kompakte SUV machte sich mit simpler, doch praktischer Ausstattung und gerade der notwendigsten Elektronik schnell hochbeliebt. Auch in so genannten besseren Kreisen geht er ohne Naserümpfen als Statement durch. Das war bereits vor dem Wechsel in die aktuelle, die zweite Generation so.

Genau hier setzt Dacia jetzt an. Angesichts schwieriger Zeiten – Krisen, Teuerungen, Knappheiten – will die Marke aus den aktuellen Gegebenheiten eine Tugend machen: Konzentration aufs Wesentliche, Reduktion aufs Notwendigste – quasi eine Rückkehr zu den Wurzeln des Autofahrens. Und zur Zweckmäßigkeit.

Davon gibt es sogar ein vollelektrisches Zeugnis, den Spring, der in der Kleinstwagenklasse firmiert. Ein Manifest der Praxisorientiertheit ist der Neueste, der Jogger, ein bis zu siebensitziger Familien-Van mit einem Schuss SUV-Zutaten. Für den man jetzt gerade sogar ein Camping-Equipment kreiert hat, unter der Prämisse der Materialien-Nachhaltigkeit.

Das geht Hand in Hand mit kontinuierlich gesteigerter Wertigkeit. Und gar nicht zuletzt mit einem neuen Marken-Auftritt. Augenfällig ist nicht alleine das reduziert interpretierte, stilisierte Markenlogo, das man als Doppel-D oder -C sehen kann, das sind ebenso Identifizierungs-Details wie die Lichtsignatur und neue Farb-Optionen. Damit werden alle Aktuellen frisch eingekleidet, Logan (mittlerweile fesch gestylt, aber nicht in Österreich zu haben), Sandero, Sandero Stepway, – natürlich – Duster, Spring und Jogger.

Je nach Zählweise folgt demnächst der siebente Streich, in Gestalt des Bigster, einem C-Segment-SUV auf der CMF-B-Konzernplattform. Sein Studien-Styling sieht martialisch aus, an den Serien-Start rollt er 2024.

Wo die optische, technische und weltanschauliche Reise hingehen kann, demonstrierte Dacia jetzt in international exklusivem Rahmen. Anhand einer Studie, die nicht umsonst Manifesto Concept heißt. Das ist der Name für ein Offroad-Konzept mit unmissverständlichem Abenteuer-Charakter, ohne Festdach, dafür mit Allradantrieb, luftlosen Strapaz-Reifen, recycelten Karosserieteilen und wasser- sowie schmutzresistenten Textilien. In Serie gehen wird das automobile Schweizer Messer nicht, doch es manifestiert das – vegane – Bekenntnis zur Leder- und Chrom-Freiheit.

Was die Antriebe betrifft, so konzentriert man sich derzeit auf den bereits bekannten Einliter-Dreizylinderbenziner. Ein Vollhybrid nach Art des Renault-Hauses ist mindestens für den Jogger angekündigt. Dacias derzeit liebste Antriebsenergie-Quelle ist allerdings Flüssiggas, LPG. Nur schade, dass man in Österreich damit keinen Staat machen kann.


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