Bezirk Reutte

„Urlaub am Bauernhof“: Höfe wurden in 40 Jahren zur fixen Marke

Auch Sandra Triendl (l.) vom Triendlhof in Zöblen bekam von Bezirksobfrau Sabine Müller ihre neue Hofurkunde überreicht.
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Von Simone Tschol

Reutte – Es waren gleich mehrere Anlässe, welche die Führungsriege und Mitglieder der Organisation „Urlaub am Bauernhof“ der Region West am Freitag in die Ehrenberger Klause führten. Zum einen wurde der Regionstag der drei Bezirke Reutte, Imst und Landeck samt 40-Jahr-Feier abgehalten, zum anderen die neuen Hofurkunden an die zertifizierten Mitgliedsbetriebe übergeben.

Die Obleute Sabine Müller (Reutte), Claudia Tschurtschenthaler (Imst) und Thomas Wachter (Landeck) konnten zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter auch Landes- und Bundesobmann Johann Hörtnagl.

Die Anwesenden erinnerten sich an die Anfänge der bäuerlichen Vermietung in Landeck und Imst – damals noch unter dem Titel „Bäuerlicher Werbe- und Reservierungsring“. Auch die Technik forderte Bäuerinnen und Bauern. „Als das Faxgerät die Höfe eroberte, haben wir uns alle gedacht: Wahnsinn, das ist die Errungenschaft des Jahrhunderts“, erinnerte sich Isolde Ernst aus Hinterhornbach. Doch es ging Schlag auf Schlag, seit 1999 ist jeder Hof im Internet buchbar, auch die Fortbildungen werden als Webinar-Reihen abgehalten.

94 Mitgliedsbetriebe zählt „Urlaub am Bauernhof“ in der Region West: 31 im Bezirk Landeck, 51 im Bezirk Imst und 12 im Außerfern. 86 davon erhielten jetzt auch ihre neuen Hofurkunden. Die restlichen acht sind Neumitglieder, welche die Qualitätsprüfung noch vor sich haben. Hörtnagl, der im Übrigen erst der zweite Landesobmann in der Geschichte ist, weiß um die Herausforderungen – auch durch Corona, Krieg und Teuerungswelle. „Die Buchungen werden immer kurzfristiger. Wir fahren das Marketing jetzt wieder stark an, aber es gibt noch viel Ungewissheit.“