Tirol

150 Nominierte: Initiative holt Frauen in Innsbruck vor den Vorhang

„Women of Innsbruck“-Organisatorin Veronika Kamenicka mit Fotograf Peter Koren.
© Koren

„Women of Innsbruck“ will besondere Frauen würdigen, 150 wurden dafür nominiert. Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, um Geschichten von Frauen zu teilen und damit andere zu inspirieren, aber auch als Möglichkeit, sich zu vernetzen.

Innsbruck – Außerordentliche Frauen aus dem Sozial- und Kulturbereich, erfolgreiche Unternehmerinnen, Sportlerinnen, aber auch die Kassierin vom Supermarkt, die alle mit ihrer positiven Einstellung motiviert: Eine Initiative sammelt Geschichten von Frauen in und um Innsbruck, die selbstbestimmt ihren Weg gehen und etwas bewegen wollen. „Es sind oft auch die kleinen Dinge, die eine große Wirkung haben können“, sagt Veronika Kamenicka, Organisatorin von „Women of Innsbruck“. Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, um Geschichten von Frauen zu teilen und damit andere zu inspirieren, aber auch als Möglichkeit, sich zu vernetzen.

Um sie vor den Vorhang zu holen, entstand die Idee einer Vernissage mit Porträtbildern. Eine Jury soll über die dabei vorgestellten Frauen entscheiden. Ein Aufruf wurde gestartet, Frauen, die Vorbild für andere sind, zu nominieren. Kamenicka hatte dabei auf 100 Nennungen gehofft, letztlich sind es mehr als 150 geworden, unter denen nun 15 ausgewählt werden sollen. Zur Jury gehören Wintersportlerin Eva Jöchl, die Kulturamtsleiterin der Stadt Innsbruck, Isabelle Brandauer, Food-Bloggerin Lisa Shelton und NR-Abgeordnete Barbara Neßler.

Als Begründungen für eine Nominierung finden sich unter anderem Erklärungen wie „sie wird nicht müde, laut und widerständig auf die Straße zu gehen“, „trotz oder gerade wegen den Stolpersteinen, die das Leben manchmal bereithält, hat sie einen Traum und arbeitet hart daran, diesen zu verwirklichen“, „mit ihrer Idee will sie die Welt verändern“ oder „sie ist für mich eine treibende Kraft in der UnternehmerInnenszene Innsbrucks, kreativ, innovativ und besonders“.

„Die spannenden Geschichten dieser Frauen wollen wir erzählen“, sagt Kamenicka. Die Vernissage samt Workshops – die Veranstaltung soll noch im Herbst stattfinden – soll Menschen zusammenbringen, um voneinander zu lernen. „Jeder und jede kann etwas für die Gesellschaft leisten, das wollen wir aufzeigen.“ Weil Frauen weniger im Fokus stehen, konzentriert sich die Initiative ausschließlich auf sie. Nicht ausgeschlossen ist aber auch eine künftige „People of Tyrol“-Vernissage. (ms)