Forderung nach Einhausung der Autobahn im Bereich Sieglanger
Innsbruck – Die Rufe nach einer Einhausung der Autobahn im Bereich Sieglanger werden lauter. Am Wochenende trafen sich engagierte Bürger der Interessengemeinschaft Einhausung-West zu einer Info-Veranstaltung. Eine Petition an den Straßenerhalter Asfinag läuft. Aus Sicht der betroffenen Bewohner ist ausschließlich mit einer Einhausung eine entsprechende Lärmreduktion für bis zu 35.000 Menschen möglich. Die gewonnenen Freiflächen könnten für städtebauliche Akzente wie Grünräume genutzt werden. Auch weiter nach Westen weckt die Causa Begehrlichkeiten. Die Initiative Lebensraum Kranebitten fordert ebenfalls entsprechende Maßnahmen für den eigenen Stadtteil.
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In einer gemeinsamen Aussendung machten sich am Wochenende auch Für Innsbruck und die ÖVP. Die Lärmschutzwände im Autobahnbereich müssten demnächst erneuert werden. „Damit eröffnet sich eine neue Chance zur Einhausung der Autobahn. Statt der Sanierung der Lärmschutzwände soll gleich eine komplette Einhausung erfolgen“, hieß es darin. Die beiden Klubobmänner Christoph Appler (VP) und Lucas Krackl (FI) sehen Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) in der Pflicht. „Wir brauchen für Innsbruck genauso ein Spezialpaket wie das von Gewessler im Sommer präsentierte Paket für den Brennerkorridor. Die Asfinag nimmt auf den Tiroler Autobahnstrecken jährlich 327 Millionen Euro an Maut ein. Die Einhausung ist somit leicht finanzierbar. Es ist nur gerecht, dass ein Teil der lukrierten Tiroler Einnahmen nicht nach Wien abfließt, sondern den lärmgeplagten Innsbruckerinnen und Innsbruckern zugutekommt.“ (TT)